Energieeffizienz

Leistungskurvenausgleich senkt Stromkosten einer Industrieanlage

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Es ist beim Leistungskurvenausgleich nur dann mit Leistungsreduzierungen zu rechnen, wenn das Netz an seine Kapazitätsgrenzen stößt oder nicht genügend Strom zur Verfügung steht – und das kommt vor, aber sehr selten – schon gar nicht täglich wie bei der Starklastzeitenregelung oder Nachtmehrleistungsregelung.

Nachtmehrleistungsregelung führt zu deutlichen Mehrkosten

Beide Verfahren sind für den kontinuierlichen Produktionsprozess eines Unternehmens unproduktiv, weil sie zu deutlich mehr Kosten für Warmhaltesysteme, etwa im Schmelzbetrieb, führen. Ebenso ist der Verlust an elektrischer Arbeit durch Wärmeabstrahlung erheblich. Nach Dötsch Gießerei [1] sind die Verluste mit mindestens 3 bis 9% anzusetzen. Dadurch ergibt sich eine Mehrkostenbelastung von 3 bis 9% durch Abstrahlungsverluste bei der Nachtmehrleistungsregelung.

Auch Personalmehrkosten durch Nachtzuschläge sowie ablauforganisatorische Fragen im Schmelzbetrieb lassen, nüchtern betrachtet, die Wirtschaftlichkeit in einem anderen Licht erscheinen und zwingen zu einer Neubewertung der Wirtschaftlichkeit des Nachtmehrleistungsverfahrens. Dies können bei einem bei einen Energieverbrauch zum Schmelzen in Höhe von 516 kWh über 200 kWh sein.

Leistungskurvenausgleich kann auf Leistungsmaxima des örtlichen Versorgers reagieren

Eine Lösung des Problems kann der dynamische Leistungskurvenausgleich in Kombination mit der Parallel-Differenzstrom-Regelung Padicon sein (Bild 1 – siehe Bildergalerie). Dabei wird keine restriktive Leistungseinschränkung durch den Versorgungsbetrieb vorgeschrieben, sondern es wird dynamisch auf oft witterungsbedingte Leistungsmaxima im Tagesverlauf des örtlichen Versorgers reagiert (Bild 2).

Der Vorteil der parallel gesteuerten, über Prozessrechner geführten und vom tatsächlichen Schmelzprozess beeinflussten Schmelzfolge Padicon kommt klar zum Zuge. Für den örtlichen Netzbetreiber sind Vorteile wie verbesserte Netzstabilität und geringere Netznutzungskosten (Leistungspreis) und eine damit verbundene bessere Benutzungsstundenstruktur von hohem Interesse.

Windkraft und Solarenergie machen Netzbetrieb schwerer kalkulierbar

Neuerdings jedoch kommt noch eine weitere Variable im Netzbetrieb hinzu, die Wind- und Solarenergie. Wind und Sonne sind in unserer geographischen Region sehr launisch und kaum vorhersagbar. Besonders dabei kann die dynamische Starklastzeitenregelung einen Beitrag zur Netzstabilität erbringen.

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