Montage Linearachsen bringen Tempo in Montagezelle

Autor / Redakteur: Jens Knölke / Rüdiger Kroh

Für eine flexible Servozelle zur Montage von Kugellagern werden frei programmierbare Linearmotorachsen eingesetzt. Sehr schnelle Prozessbewegungen stellen dabei hohe Ansprüche an Mechanik und Regelungstechnik. Diese werden von sechs Linearachsen und einer Mehrachssteuerung erfüllt.

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Bild 1: In der flexiblen Montagezelle für Spezialkugellager arbeiten zwei Linearmotorachsen horizontal und vertikal zusammen. Die schlanke Bauform der Achsen ist dabei von Vorteil.
Bild 1: In der flexiblen Montagezelle für Spezialkugellager arbeiten zwei Linearmotorachsen horizontal und vertikal zusammen. Die schlanke Bauform der Achsen ist dabei von Vorteil.
(Bild: Weiss)

Bei Oku in Winterbach, bestens bekannt für kurvengesteuerte Montageautomaten, hat bereits vor Jahren ein Paradigmenwechsel stattgefunden: Konsequent wurde das Know-how aus der mechanischen Kurventechnik auf Servoantriebe übertragen. So entstanden leistungsstarke Montageanlagen für Langteile aus der Beschlagindustrie mit langen, variablen Verfahrwegen und hoher Variantenvielfalt.

Servozelle montiert Spezialkugellager in verschiedenen Baugrößen

Um stets die bestmögliche Lösung für die angefragte Problemstellung bieten zu können, sollen in Zukunft auch flexible Montageautomaten und eigenständige Servozellen ins Programm aufgenommen werden. Kleinere Produktionszellen, die sich durch eine hohe Produktivität und Flexibilität bei maximaler Leistung auszeichnen. Drei Kriterien, die die Linearmotorachsen von Weiss dank ihrer langen Verfahrwege, hohen Dynamik und freien Programmierbarkeit bestens erfüllen. Naheliegend also, dass sich Oku bei der Auswahl der Komponenten für die Linearsysteme aus Buchen entschieden hat.

Die aktuelle Servozelle für einen Maschinenbauzulieferer bestückt und montiert Spezialkugellager in verschiedenen Baugrößen. „Kurvengesteuerte Automaten bieten synchrone Arbeitsschritte mit kurzen Hüben, doch in diesem Fall waren lange Verfahrwege und asynchrone Bewegungsabläufe gefordert,” erläutert Gerhard Buchhöcker, Leiter der Konstruktion bei der Oku Systems GmbH & Co. KG, seine Entscheidung, nur direkt angetriebene Linearmotorachsen einzusetzen – Spindelantriebe wären zu langsam, Zahnriemen zu wartungsaufwändig und ungenau.

Die Linearmotorachsen sind einbaufertig

Bei der Wahl des passenden Herstellers für die Linearachsen verlies man sich auf die Empfehlung von Klaus Keck von Promicon, Hersteller von Antriebssystemen. Die beiden Unternehmen arbeiten schon seit vielen Jahren im Bereich Antriebstechnik zusammen. „Viele Anbieter tun sich bei der Implementierung schwer”, so Keck, „die Weiss-Linearmotorachsen dagegen sind einbaufertig.”

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