Auto-ID

Lückenlose Sicherheit mit Auto-ID und Vision-Systemen

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Der 2D-Data-Matrix-Code hat sich weltweit durchgesetzt. Die Methode der Codeanbringung ist von großer Bedeutung. Besonders zuverlässig ist die Direct-Part-Mark-(DPM-)Methode, bei der die Markierung schnell, wirtschaftlich, dauerhaft und damit fälschungssicher direkt auf das Werkstück aufgebracht wird.

2D-Data-Matrix-Codes kann durch verschiedene Verfahren aufgebracht werden

Die Beschriftung kann mit Lasergravur, Inkjet-Markierung, Nadelprägung (Dot Peening) mit Hartmetall- oder Diamantspitzen, Fräsen wie auch durch elektrochemisches Ätzen erfolgen.

Die DPM-Codes ermöglichen:

  • sicheren Produktschutz gegenüber Imitaten;
  • Vertriebswege-Kontrolle, wenn Markenprodukte auf nicht autorisierten Handelswegen vertrieben werden;
  • Aufdeckung firmeninterner Diebstähle;
  • In sicherheitsrelevanten Bereichen sämtliche Zulieferteile kennzeichnen;
  • Einhaltung von Vorschriften aufgrund staatlicher Gesetzgebung.

Data-Matrix-Codes können nahezu beliebig klein sein

Die Codeversion ECC 200 hat sich zunehmend durchgesetzt und ist inzwischen weltweit verbreitet. Es können bis zu 2334 ASCII-Zeichen (7Bit), 1558 erweiterte ASCII-Zeichen (8 Bit) beziehungsweise insgesamt 3116 Ziffern äußerst Platz sparend direkt auf dem Produkt codiert werden. Die Data-Matrix-Codes können in den Abmessungen nahezu beliebig klein dimensioniert werden.

Einschränkungen ergeben sich nur durch Materialeigenschaften, Oberflächenrauheit und die verwendete Beschriftungsmethode. Beispielsweise kann man auf einer Fläche von 1,5 mm × 1,5 mm mit einem 14-×-14-Data-Matrix-Code eine 16-stellige Information dauerhaft speichern — auf Metall, Glas, Kunststoff oder Keramik. Mit einer 12-×-12-Matrix können fast 10 Mrd. Proben eindeutig beschriftet werden.

ID-Verifikationssysteme kontrollieren Qualität der Auto-ID-Codes

Für eine 100%ige Beschriftungsqualität ist immer ein Lesen nach dem Schreiben notwendig. ID-Verifikationssysteme gewährleisten die Kontrolle der Codequalität mittels leistungsstarker Algorithmen der Bildverarbeitung. Verifizierende ID-Lesesysteme müssen deshalb besonders hohen Anforderungen im sicheren Detektieren genügen und die Vorgaben wichtiger internationaler Normen erfüllen.

Die AIM-Qualitätsrichtlinie (Association for automatic Identification and Mobility) für DPM-Codes gilt als derzeit wichtigste internationale Norm. Sie gewährleistet beispielsweise die sichere Bewältigung der Kontrastschwankungen von grauen Codes auf schwarzem Untergrund.

Bildverarbeitungsspezialisten helfen in der Auto-ID weiter

Der Anwender von ID-Lösungen sollte sich nicht scheuen, den Rat von Partnern mit zuverlässigen, erfahrenen Spezialisten der Bildverarbeitung einzubeziehen. Beispielsweise wenn der Code unter schwierigen Umgebungsbedingungen (spiegelnde Oberflächen) absolut zuverlässig gelesen werden muss, wenn sich die Direct-Part-Markierung auf einer gewölbten Oberfläche befindet oder wenn gleichzeitig auch noch anspruchsvolle Positionsbestimmungen erfolgen müssen. Dann zeigen sich bereits in der Machbarkeitsuntersuchung viele Systeme überfordert.

Außerdem gilt es, den Aspekt der Leserate ganz besonders zu beachten. Bei zunehmend hohen Fertigungsgeschwindigkeiten kann sich ungenügende Leseratenqualität bereits gravierend auf die Wirtschaftlichkeit auswirken. Deshalb lohnt es sich, die Performance der am Markt angebotenen Vision Tools und die Lesegeräte genauer unter die Lupe zu nehmen.

Leistungssteigerungen bei 2D-Codes noch möglich

Dass man auch innerhalb des seit Jahren weit verbreiteten Marktes des 2D-Codes noch einige Leistungssteigerungen erzielen kann, beweisen die Softwarepakete ID-Quick und ID-Max, die auf der patentierten Pat-Max-Vision-Technologie von Cognex aufbauen. Äußerst fein arbeitende Lesealgorithmen erzielen eine massive Leistungssteigerung in höchster Lesegeschwindigkeit und Lesezuverlässigkeit.

Sie erweitern die Anwendungsmöglichkeiten, steigern die Systemrobustheit und Systemflexibilität. Diese mit der jeweiligen Hardware optimierten und damit besonders leistungsfähigen Bildverarbeitungswerkzeuge stehen für die anderen Produktfamilien von Cognex ebenfalls zur Verfügung.

Ralf Kehlenbach ist Field Product Marketing Manager ID Products bei Cognex Germany Inc. in 76131 Karlsruhe, Dipl.-Ing. Kamillo Weiß ist freier Autor in 70771 Leinfelden-Echterdingen

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