Phoenix Contact

LWL-Rundsteckverbinder optimiert Datenübertragung

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Individuelles Messprotokoll dokumentiert die Qualität der Produkte

Das individuelle Messprotokoll für alle Patchkabel mit den drei wählbaren Faserarten dokumentiert die Qualität der Produkte: Nur Artikel mit guten Dämpfungswerten verlassen die LWL-Fertigung. Die hohe Rückflussdämpfung der GOF-Patchkabel von ≥ 45 dB spricht für eine hohe Qualität der Datenübertragung mit geringen Reflexionen.

Aufgrund der anspruchsvollen Bedingungen – Temperaturschwankungen, Staub, Feuchtigkeit, Schwingungen, Chemikalien – müssen die Komponenten in der Industrieumgebung robuster sein als im Büro- oder Wohngebäude oder auch im Rechenzentrum. Im Freigabelabor werden sämtliche Steckverbinder und Verkabelungslösungen aus dem Programm M12 Optic daraufhin geprüft, ob sie den Anforderungen der übertragungstechnischen, klimatischen, mechanischen und umweltbeeinflussenden Faktoren in Anlehnung an IEC 61753-1 Kategorie U (uncontrolled environment) standhalten (Bild 3).

Ein Beispiel dafür ist die Temperaturwechselprüfung. Sie gilt als besonders kritische Prüfung für die LWL-Anschlusstechnikqualifizierung und zugleich als wichtigste Umweltprüfung. Die Prüfung liefert Erkenntnisse darüber, inwieweit verschiedene Temperaturen über mehrere Zyklen die Funktionalität der LWL-Steckverbindung beeinflussen. Dazu wird die Dämpfung vor, während und nach der Prüfung gemessen.

Neben den Umweltprüfungen durchlaufen die Komponenten auch mechanische Prüfungen – wie beispielsweise die Vibrationsprüfung. Mit dieser Prüfung wird nachgewiesen, dass Schwingungen und Vibrationen die Funktion der Steckverbindung nicht einschränken. Alle Komponenten der Serie M12 Optic haben diese Prüfungen in Anlehnung an die Norm IEC 61753-1 Kategorie U bestanden: Dem Einsatz im rauen industriellen Anwendungsumfeld steht somit nichts mehr entgegen (Bild 4).

Lichtwellenleiter löst Probleme

Ein standardisiertes, weltweit etabliertes Steckgesicht, Fasertypen für hohe Datenraten und lange Übertragungsstrecken, hoher Schutz gegen EMV- und ESD-Einflüsse – der M12 Optic löst viele Probleme bei der Datenübertragung in komplexen Automatisierungsprozessen. So können Anlagenplaner und Anwender durchgängige Verkabelungskonzepte von der Feld- bis zur Leitebene mit nur einem Steckgesicht realisieren. Dies vereinfacht nicht nur Installation und Wartung, sondern auch den Einkaufsvorgang und die Lagerhaltung. Auch die Integration zusätzlicher Automatisierungskomponenten in die bestehende Verkabelungsinfrastruktur wird vereinfacht. In der intelligenten Produktion von morgen werden die Datenraten auf jeden Fall steigen. Schon heute wird mit dem M12 Optic dafür der Grundstein gelegt.

* Sebastian Güse B. A. ist Produktmanager und Dipl.-Ing. (FH) Frank Kölske ist Entwicklungsingenieur Field Device Connectors bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in 32825 Blomberg

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