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Phoenix Contact LWL-Rundsteckverbinder optimiert Datenübertragung

Autor / Redakteur: Sebastian Güse und Frank Kölske / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Robuste Steckverbinder zur Daten- und Signalübertragung sind dann gefragt, wenn hohe Ansprüche an die Verkabelungssicherheit gestellt werden. Dazu zählen die rauen Umgebungsbedingungen der Fabrikautomation ebenso wie die kontinuierlichen Datenströme in der Prozessautomation. Lichtwellenleiter-(LWL-)Rundsteckverbinder helfen dabei, die Datenübertragung von der Feld- bis zur Leitebene zu optimieren.

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Lichtwellenleiter-basierte Datensteckverbinder eigenen sich schon jetzt für die intelligente Produktion von morgen.
Lichtwellenleiter-basierte Datensteckverbinder eigenen sich schon jetzt für die intelligente Produktion von morgen.
(Bild: Phoenix Contact)

Der M12-Rundsteckverbinder hat sich im Industrieumfeld bewährt – bei Kodierungen, Anschluss- und Montageoptionen ist die Vielfalt daher groß. Weil mit dem Automatisierungsgrad auch die erforderlichen Datenmengen und Übertragungsgeschwindigkeiten zunehmen, sind der kupferbasierten Datenverkabelung jedoch Grenzen gesetzt. Für die Anforderungen komplexer Automatisierungsprozesse hat Phoenix Contact deshalb den Steckverbinder „M12 Optic“ entwickelt (Bild 1). Auf der Basis von Lichtwellenleitern (LWL) vereint der M12 Optic hohe Datenübertragungsraten mit einem zuverlässigen Schutz vor mechanischen, elektromagnetischen und umweltbedingten Einflüssen.

Im Industrieumfeld wird häufig die Multimode-Übertragung eingesetzt

Im Industrieumfeld werden häufig drei unterschiedliche Fasertypen parallel in der sogenannten Multimode-Übertragung eingesetzt. Diese ist für Automatisierungsprozesse mit unterschiedlichen Datenmengen erforderlich. Seit Jahren sind in den LWL-Kabeln des rauen Industrieumfeldes neben der stark verbreiteten Polymer Optical Fiber (POF) auch die Polymer Cladded Fiber (PCF) sowie die reine Glass Optical Fiber (GOF) zu finden. Die Produktfamilie M12 Optic umfasst daher unterschiedliche Anschlusskabel mit diesen Faserarten. Den größten Faserdurchmesser im Industrieumfeld haben die POF-Lichtwellenleiter mit Fasern von 980/1000 µm Durchmesser. Diese Kunststoff-Lichtwellenleiter werden für kurze Übertragungsstrecken bis 50 m und Datenraten bis 100 Mbit/s eingesetzt. In der Produktfamilie M12 Optic wird diese Faser im stark verbreiteten Rundkabel Profinet Typ B verbaut. Dieses Kabel aus Polyurethan (PUR) ist halogenfrei sowie Ozon- und UV-beständig.

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Fasern entsprechend der Anwendung auswählen

Für Datenraten bis 100 Mbit/s und Übertragungsstrecken bis 300 m ist die PCF-GI-Faser – früher HCS-GI genannt – mit einem Gradientenindexprofil von 200/230 µm optimal geeignet. Die PCF-GI-Faser wird im Leitungstyp Profinet Typ C verwendet – einem hochflexiblen Rundkabel, das sich beispielsweise für den Einsatz in Schleppketten eignet.

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