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In seiner Untersuchung stellte er fest, dass für Textil-Service-Anbieter nicht der niedrigste Beschaffungspreis das leitende Interesse im Einkauf von Textilien ist. Vielmehr muss neben einem wettbewerbsfähigen Kaufpreis garantiert sein, dass Kleinmengen eingekauft werden können, eine gute, waschbare Qualität gegeben ist, Normen und Industriestandards eingehalten werden, kurze Lieferzeiten möglich sind, die Artikel über längere Zeit wieder zu beschaffen sind und eine enge Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung möglich ist.
Steigende Kosten kompensieren
Eine Herausforderung, denn: „Diese steigende Kosten für Textilien können wir nicht an Kunden weitergeben“, betont Gerdum. „Sie können nur durch eine verbesserte Logistik und Produktivitätssteigerung ausgeglichen werden.“ Doch im Grunde beurteilt er die Perspektiven durchaus positiv: „Ich gehe davon aus, dass sich im Verlauf der nächsten zehn Jahre die Nachfrage nach unserer Dienstleistung verdoppeln wird.“ Eine Überzeugung, die von den Untersuchungen Böttgers unterstützt wird: „Der Textil-Service ist ein Erfolgsmodell. Der Umsatz ist in den vergangenen Jahren stetig, wenn auch mit unterschiedlichem Tempo gewachsen. Die Zukunftsperspektiven bleiben gut.“
Für Gerdum ist deshalb entscheidend, dass sich die Branche auch in Zukunft nicht den eigenen Markt kaputt macht. Ein Anbieter sollte sich fragen, wo seine Kernkompetenzen liegen. Es sei beispielsweise sehr schwierig, gleichzeitig Unternehmen im Gesundheitswesen und Industrieunternehmen in einer einheitlich hohen Qualität und Effizienz zu betreuen: „Die Anforderungen sind einfach zu unterschiedlich.“
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