Leichtbau

Magnesium-Walzhalbzeuge mit optimierten Eigenschaften

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Das im Bandgießverfahren hergestellte, endkonturnahe Magnesiumband wird aus der Gießhitze heraus durch das Walzgerüst gefahren und auf Endmaß produziert. Das reduziert den erforderlichen Energie-Aufwand signifikant im Vergleich zur konventionellen Herstellung von Magnesiumplatten, bei der Brammen erwärmt und ausgewalzt werden, wobei zwischen den einzelnen Walzstichen immer wieder Wärmeenergie zuzuführen ist. Außerdem leistet die kürzere, verlustarme Herstellung aufgrund der deutlich reduzierten Arbeitsschritte einen Beitrag zur Preisoptimierung bei Magnesium-Walzhalbzeugen.

Magnesium-Halbzeuge bis zu 450 mm Breite

Derzeit fertigt LMPV Magnesium-Halbzeuge kundenspezifisch in einer Breite bis 450 mm. Daraus entstehen zerspante, umgeformte oder geschmiedete Bauteile. Dabei wird von LMPV die komplette Prozesskette betreut: von der Auslegung eines Magnesiumteils bis zum fertigen Produkt.

Bei Schmiedeteilen aus Magnesium kann die komplette Prozesskette sogar „aus einer Hand“ erfolgen, weil zum Unternehmensverbund LMPV auch die Weisensee Warmpressteile GmbH in Eichenzell gehört. Auf dieser Herstellungsbasis entwickelt LMPV derzeit einen Verbundwerkstoff mit Magnesiummatrix (Mg-MMC).

Magnesiumwerkstoff wird im Bandgießverfahren zu Walzhalbzeugen verarbeitet

Für die Verarbeitung zu Walzhalbzeugen ist das energiesparende Bandgießverfahren vorgesehen, für die Weiterverarbeitung zu Bauteilen für den zivilen Flugzeugbau das Schmieden. Außer LMPV und Weisensee sind an diesem Entwicklungsprojekt das GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht, die Aida Development GmbH mit Hauptsitz in Schwäbisch Hall und die TU Clausthal beteiligt.

Rund 30% Gewichtseinsparung mit Magnesium-Werkstoff angestrebt

Bei diesen Bauteilen handelt es sich um Strukturteile für Flugzeugsitze, bei denen der Verbundwerkstoff auf Magnesiumbasis 30% Gewichtseinsparung im Vergleich zum gängigen Leichtbau-Werkstoff Aluminium ermöglichen soll – und das bei gleicher Belastbarkeit (Bild 2).

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