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Ohne Branding-Strategie kein Rekrutierungserfolg
Es ist möglich, sagen zumindest Experten. Viele mittelständische Unternehmen haben Vorzüge mit denen sich durchaus bei künftigen Stelleninhabern gut punkten lässt. Ob es um entscheidungsschnelle flache Hierarchien geht, die Anerkennung in der Region oder die persönliche Unternehmenskultur. Da sie ihnen oft nicht bewusst sind, tragen Unternehmen diese Vorzüge dann auch nicht nach außen. Ein Umstand, der sich manchmal nachvollziehen lässt.
Der Aufbau einer Arbeitgebermarke benötigt nun einmal eine eigene Strategie, die es zu erarbeiten gilt – neben dem ganzen Tagesgeschäft her. Um eine Strategie zu entwickeln, aus der später wirkungsvolle Maßnahmen abgeleitet werden können, braucht es allerdings einer intensiven unternehmensinternen Auseinandersetzung mit der jeweiligen Situation.
Dass es beim Großteil der Unternehmen insbesondere bei der Strategie hapert, zeigen die Ergebnisse einer von Compamedia, den Ausrichtern von „Top Job – Die 100 besten Arbeitgeber im Mittelstand“, initiierten Umfrage unter mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Silke Masurat, Geschäftsführerin der Compamedia GmbH: „Den Unternehmen fehlt es noch an Know-how im Employer Branding. Die wenigsten bauen ihre Arbeitgebermarke systematisch und strategisch auf. Gerade die knappen Ressourcen im Mittelstand fordern aber einen effizienten Einsatz der Mittel. Hierfür braucht es eine Strategie und geeignete Maßnahmen sowie deren konsequente Umsetzung.“
Wer als Chef noch nicht so richtig davon überzeugt ist, dass der Aufbau einer Arbeitgebermarke ein lohnenswertes Unterfangen ist, sollte seinen Blick ruhig auch einmal auf weitere Vorteile lenken, die das Employer Branding bietet. „Das Teuerste, was einem Unternehmen heute passieren kann, ist die Fluktuation von qualifizierten Leuten“, so Frank Merkel, Vorstand der Kommunikationsagentur wob AG und gut mit dem Thema Employer Branding vertraut. Kein Wunder, so entstehen dem Unternehmen Kosten nicht nur bei der Suche nach dem neuen Mitarbeiter für Anzeigen oder Honorare für Headhunter.
Auch die notwendige Einarbeitungszeit oder die Tatsache, dass mit dem Weggang eines qualifizieren Mitarbeiters wertvolles Know-how abfließt schlägt sich finanziell nieder. Ganz zu schweigen von Motivationsdefiziten, die bei einem Wechsel deutlich werden und auf eine verminderte Leistungsfähigkeit schließen lassen. Alles in allem gerechnet können hier rasch große Summen auf ein Unternehmen zukommen.
Die Arbeitgebermarke wirkt nach innen und außen
Eine Arbeitgebermarke besitzt eine enorme Strahlkraft sowohl ins Unternehmen hinein, als auch auf den Personalmarkt und darüber hinaus nach außen. Nach innen erhöht sie nicht nur die Verbundenheit mit dem Unternehmen und damit die Verweildauer des einzelnen Mitarbeiters, sie stärkt auch die Identifikation und Motivation. Der Mitarbeiter wird zu dem, was sich Unternehmer wünschen: einem Markenbotschafter des Unternehmens, der das Image des Unternehmens nachhaltig prägt. Auf den Personalmarkt bezogen beeinflusst die Arbeitgebermarke über unterschiedlichste Medienkanäle die Wahrnehmung künftiger Talente. Im Idealfall entwickelt sich das Unternehmen zum Traumarbeitgeber.
Artikelfiles und Artikellinks
Link: Employer Branding (Wikipedia-Artikel)
Link: Studie Employer Branding 2006 (Summary)
Link: Employer Branding Forum 2007 - Abschlussbericht
Link: Deloitte: Employer Branding mit System (Podcasts)
Link: Plattform Top-Arbeitgebermarke
Link: Webcast mit Frank Merkel: Ansatzpunkte für effektives Employer Branding
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