EMO Mailand Mapal präsentiert ersten Fräser mit HX-Wendeplatten aus PcBN

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Die HX-Wendeplatten haben sich bei Reibbearbeitungen etabliert. Dank der hexagonalen Form haben sie sechs nutzbare Schneidkanten und sorgen so für eine sehr gute Wirtschaftlichkeit bei der Bearbeitung. Mapal ist es nun gelungen die HX-Wendeplatten erstmals auch für die Fräsbearbeitung nutzbar zu machen.

Anbieter zum Thema

Mapal präsentiert den HX-Fräser mit PcBN-Wendeplatten auf der EMO 2015 in Mailand.
Mapal präsentiert den HX-Fräser mit PcBN-Wendeplatten auf der EMO 2015 in Mailand.
(Bild: Mapal)

Wo bisher bei der Schlichtbearbeitung von Guss und gehärtetem Stahl meist nur gelötete PcBN-Wendeplatten mit einer Schneidkante zum Planfräsen eingesetzt waren, können nun die sechs Schneidkanten der HX-Wendeplatte genutzt werden.

Der neu gestaltete Fräser hat beispielsweise bei Durchmesser 63 mm fünf PcBN-Fräseinsätze. Durch den Einsatz bewährter Justier- und Spannsysteme ist der optimale, spielfreie Sitz der HX-Wendeplatten garantiert. Da jeweils sechs Schneidkanten genutzt werden können und sowohl das Einstellen als auch das Wechseln sehr einfach realisiert werden kann, ist der neue Fräser besonders wirtschaftlich. Die Kosten pro Bauteil werden deutlich gesenkt.

Zentrale Kühlung für optimalen Spänefluss

Vor allem im Automotive-Bereich und im Formenbau spielt der neue Fräser mit PcBN-Wendeplatten seine Stärken aus. Denn dort sind extrem gute Oberflächen gefragt, wie sie der neue Fräser erzeugt. Zudem ist die zentrale Kühlmittelführung direkt auf die Schneiden gerichtet, um einen optimalen Spänefluss sicherzustellen.

Beim Planfräsen eines Bauteils aus GJL25 werden zum Beispiel Oberflächenwerte von Rz = 3 µm und Ra = 0,4 µm bei einer Schnittgeschwindigkeit bis 2000 m/min und einer Drehzahl von 10.110 min-1 (d = 63 mm) erreicht. Die maximale Schnitttiefe, die mit dem neuen Fräser realisiert werden kann, beträgt 1 mm bei Gussmaterialien.

Bei gehärtetem Stahl mit einer Härte von HRC58 ± 2 liegt die maximale Schnitttiefe bei 0,2 mm. Bei dessen Bearbeitung werden Oberflächen mit Rz = 1,3 µm und Ra = 0,16 µm bei einer Schnittgeschwindigkeit bis 250 m/min und einer Drehzahl von 1400 min-1 (d = 63 mm) erzeugt.

(ID:43522906)