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Die Neuartigkeit der Anlage basiert auf einer branchenübergreifenden Kombination: aus galvanotechnischen Erkenntnissen über optimierte Energieausbeute und modernen, marktüblichen Entwicklungen der Wärmewirtschaft. Das zeigt, dass die Techniken für eine Optimierung der Ressourcennutzung bereits vorhanden sind. Dieser Innovationsansatz birgt deshalb keine besonderen Risiken – über die normalen Risiken einer Neuinvestition hinaus.
Anlagenprojekt ökonomische und ökologische Vorteile
Im Gegenteil: Eine von der Anlagenauslastung unabhängige Wärmerückgewinnung mildert die Gefahr einer unwirtschaftlichen Investition (Bild 2). Außerdem wird die Qualität der beschichteten Bauteile verbessert. Interdisziplinarität ist dabei Voraussetzung. Nach Angaben des Kompetenzzentrums Umwelt (Kumas), Augsburg, verbindet das Anlagenprojekt ökonomische und ökologische Vorteile. Die Anlageninstallation bei der Thoma Metallveredelung GmbH wurde Ende vergangenen Jahres als „Kumas-Leitprojekt 2009“ ausgezeichnet.
Die Anlage wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart, konzipiert und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Auch an der experimentellen und planerischen Vorbereitung des Anlagenprojekts war das Institut beteiligt. Zur Umsetzung wurden größtenteils regionale Experten und Lieferanten hinzugezogen: für den Anlagen- und Heizungsbau, die Lüftungstechnik, Steuerung und Regelung sowie zur Erschließung der geothermalen Energiequelle.
Weil das Hartverchromen nach wie vor in den Hauptanwendungsbereichen konkurrenzlos ist, kann erwartet werden, dass diese Anlage – wie beim Hartverchromen üblich – mindestens 20 Jahre im Einsatz bleibt. Die Wirtschaftlichkeit ist sichergestellt.
Qualitätsansprüche der Hydraulik werden besser berücksichtigt
Die installierte Anlage ist seit Juli 2009 in Betrieb. Seitdem laufen Anlage und Peripherie stabil. Somit hat das Konzept Marktreife erreicht – wirtschaftlich, ökologisch und qualitativ. Die Wirtschaftlichkeit zeigt sich bei erhöhten Durchsatzraten, aber auch bei der Kleinserienbeschichtung von Großbauteilen – und somit anhand der Anwendungsflexibilität. Sie sorgt auch für Zukunftssicherheit. Der ökologische Aspekt schlägt sich positiv in der Energieeffizienz und dem Materialverbrauch nieder. Für die hohe Schichtqualität spricht die Anwendung von Beschichtungsparametern, die in der Industrie bisher nur bei kleinen Serienteilen genutzt werden konnten.
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