Oberflächentechnik

Marktgängige Komponenten machen das Hartverchromen umweltverträglicher

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So wird die optimierte Stromführung im Maschinenbau, vor allem im Bereich der Antriebshydraulik, die Reproduzierbarkeit der Schichten weiter verbessern. Das erhöht den Gleichlauf der Bauteile bei reduzierter Weiterbearbeitung, zum Beispiel durch Rundschleifen. Ausschlaggebend dafür ist die Auslegung der Beschichtungsbecken mit Formanoden. Dadurch werden besondere Qualitätsanforderungen der Hydraulikindustrie berücksichtigt. Jedoch sind auch konventionelle Beschichtungsbäder integriert. Insgesamt werden bis zu drei Elektrolytkreisläufe ermöglicht. Diese Kombination sorgt für eine ungewöhnlich hohe Anwendungsflexibilität beim Beschichten. Sie bietet der Thoma Metallveredelung Möglichkeiten, ihren Qualitätsanspruch beim Hartverchromen zu untermauern:

Die Verwendung von Formanoden führt zu einer gleichmäßigen Schichtverteilung. Daraus resultieren eine verbesserte Linearität und Rundheit. Eine angepasste Blendentechnik verringert den Kantenaufbau. Eine definierte Bauteilanordnung vereinheitlicht die Prozessbedingungen während der Beschichtung. Somit kommt es kaum zu einer Gestaltabweichung innerhalb der Serie.

Hohe Anwendungsflexibilität deckt breites Schichtspektrum ab

Eine prozesssichere Beschichtung von Bauteilen mit höher legierten Metallen ist möglich. Als Schichtstoffe können beispielsweise Hartchrom-Standard, Heiß-Chrom und Puls-Chrom verwendet werden. Die Schichthärte lässt sich um 10% im Vergleich zur konventionellen Abscheidungstechnik steigern. Ein gezieltes Anströmen mit Elektrolyten verbessert das Beschichten porenproblematischer Werkstoffe deutlich. Das Hartverchromen kann mit anderen Beschichtungsverfahren kombiniert werden, wodurch unterschiedliche Schichtsysteme erreichbar sind. Die Erhöhung der Abscheidungsgeschwindigkeit um bis zu 80% verbessert die Wirtschaftlichkeit.

Technische Zusammenhänge werden allen Beschichtern zugänglich gemacht

Die hohe Anwendungsflexibilität ermöglicht, Großbauteile in kleineren Losgrößen bis hinab zur Einzelteilbeschichtung wirtschaftlich besser zu meistern. Bei herkömmlichen automatischen Anlagen führt dieses Serienspektrum meist zu einer Unterlast. Dazu kommt der Vorteil der hohen Energieausbeute, der mit Sicherheit künftig zu einer verbesserten Kostenstruktur führt, was sich mit zunehmender Auslastung bemerkbar machen wird.

Daher will die Thoma Metallveredelung GmbH die verbesserten Anlagenergebnisse nicht nur für sich marketingstrategisch nutzen, die technischen Zusammenhänge werden auch anderen Beschichtern zugänglich gemacht, um die Galvanotechnik energieeffizienter gestalten zu können. Das Anwendungspotenzial der Hartverchomung ist unverändert hoch.

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