Umfrage Ein Drittel der Maschinen- und Anlagenbauer bewerten ihre Lage als schlecht

Quelle: VDMA 1 min Lesedauer

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Die weltweiten Krisen brechen nicht ab und auch für 2025 verlieren die Unternehmen allmählich die Hoffnung.

Keine Besserung in Sicht: die Stimmung im Maschinenbau ist schlecht. (Bild:  jirsak - stock.adobe.com)
Keine Besserung in Sicht: die Stimmung im Maschinenbau ist schlecht.
(Bild: jirsak - stock.adobe.com)

Die Stimmung im Maschinenbau hat sich weiter verschlechtert. Laut einer Mitteilung des VDMA ist eine Besserung der Lage nicht in Sicht. Dies geht aus der aktuellen Konjunkturerhebung hervor, an der 938 Mitgliedsunternehmen im September teilnahmen.

Demnach gaben 37 Prozent der Befragten an, dass die aktuelle Lage im Maschinen- und Anlagenbau schlecht oder sehr schlecht sei. 28 Prozent schätzen die Lage als gut oder sehr gut ein. Rund 8 von 10 Unternehmen rechnen nicht damit, dass sich die Lage im nächsten halben Jahr bessert, etwa jedes fünfte Unternehmen erwartet sogar eine abermalige Verschlechterung der aktuellen Situation.

Politik lässt Unternehmer im Stich

„Im Vergleich zum letzten Erhebungszeitpunkt vor drei Monaten hat sich die Stimmung in den Firmen nochmals deutlich spürbar verschlechtert. Das verwundert nicht: Das Geschäftsumfeld ist weiterhin geprägt von zahlreichen Krisen. Das ist für sich genommen nichts Neues, leider! Doch es fehlt an politischer Entschlossenheit, an den richtigen Stellschrauben zu drehen, um diesen Krisen wirkungsvoll zu begegnen“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. „Eine politische Hängepartie kann sich unser Land nicht leisten. Die im Kern richtigen, wenn auch kleinen Ansätze der Wachstumsinitiative müssen schnell umgesetzt werden. Bund und Länder sind in der Pflicht! Wahltaktische Spiele sind fehl am Platz.”

Rund 40 Prozent erwarten einen nominalen Umsatzrückgang im laufenden Jahr, weitere 27 Prozent eine Stagnation ihrer Umsätze, heißt es weiter. Im kommenden Jahr erwarten 54 Prozent der Befragten kein nominales Umsatzwachstum. 32 Prozent sehen eine Stagnation ihres Umsatzes für 2025 als realistisch an.

Mit Blick auf die Branchen stehen vor allem pharmazeutischen Erzeugnisse, die Medizintechnik und die Verteidigungsindustrie sowie die Luft- und Raumfahrt gut da. Deutlich düsterer bewertet der VDMA die Lage in der Automobilindustrie, dem Maschinenbau sowie in der Bauindustrie.92 Prozent der Befragten sehen einen dringenden politischen Handlungsbedarf im bürokratischen Aufwand. Aber auch bei der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren (85 Prozent) und der Modernisierung der Infrastruktur (80 Prozent) sehen die Befragten akuten Bedarf.

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