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Comara und SSB Maschinenbau auf der AMB 2018

Maschinenbauer und Softwarekönner stellen Weichen für Industrie 4.0

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Der sichere Weg in die Industrie 4.0

Holger Langhans, Geschäftsführer von Comara macht deutlich: „Ob Nachrüstung bestehender Anlagen oder Neu-Maschinen, immer stellt sich die Frage, was genau der SSB-Anwender für seine speziellen Anforderungen und Workflows braucht.“ Möchte er beispielsweise Maschinen- und Fertigungsdaten nach der „Overall equipment effectiveness-Methode“, kurz OEE, erheben, um das Leistungslevel seiner Anlagen festzustellen? Oder möchte er zielgerichtet Prozessdaten in der Zerspanung durch den direkten Zugriff auf die CNC erfassen und gegebenenfalls automatisiert korrigieren respektive optimieren? Oder stehe das Condition Monitoring zur zustandsbasierten Instandhaltung im Fokus? Comara-Lösungen für Maschinenhersteller sollen alle Anforderungen abdecken und sich kundenindividuell maßschneidern lassen, um die Wünsche zu erfüllen.

Alle wichtigen Geschehnisse in der Produktion im Blick

Zu diesen Enablern etwa gehört die Comara-appcom, ein Softwarepaket, das laut Langhans aus verschiedenen Standard-Applikationen besteht und kundenspezifische Funktionen für alle Bereiche des Unternehmens, etwa Maschinen- und Fertigungsdaten erfasst, ausgewertet, visualisiert und interpretiert. Die Software werde auf einem separaten Computer ausgeführt, der in der Regel im Schaltschrank der Maschine eingebaut sei. Das System stellt die Prozessdaten über einen Web-Server und anschließend per netzwerkfähigem Endgerät (PC, Notebook, Tablet, Smartphone) zur Verfügung, wie Langhans erklärt. Das können beispielsweise die aktuellen Zustände und Informationen zur Maschine beziehungsweise der dem Verbund angehörenden Anlagen in Echtzeit sein. Das, so Langhans, sind unter anderem Grundlagen und Entscheidungshilfen zur vorausschauenden Instandhaltung. Darüber hinaus könnten Programmabläufe erfasst, verglichen und interpretiert werden. Die OEE-Funktion, heißt es, wertet die Daten aus und liefert eine komplette Analyse nach den Prinzipien von OEE. Und die so genannte Varianz-App analysiert die Streuung der tatsächlichen Bearbeitungszeit pro Bauteil und bietet Möglichkeiten, um Optimierungsansätze zu finden, so der Comara-Entscheider. Weitere Applikationen machten Comara appcom zu einer maßgeschneiderten Industrie-4.0-Lösung für die SSB-Bearbeitungsmaschinen.

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Der Löser individueller Zerspanungsprobleme

Alle SSB-Fahrständer- und Portalmaschinen sowie Sonderbohr- und Fräsanlagen und Hochleistungsdrück-Maschinen verlassen die SSB-Werkhallen, wie es heißt, als anwenderspezifische Lösung mit dem Auftrag, die Produktivität zu erhöhen und größtmögliche Rationalisierungseffekte zu erzielen. Dienstleistung heiße folglich das Schlüsselwort der Unternehmensphilosophie. Denn Thomas Beyer und seine Mitarbeiter wollen mehr sein als nur einer von vielen Anbietern. SSB verstehe sich als Löser individueller Probleme. Umfangreiche Engineering-Leistungen ermöglichen es dem Kunden, bereits in der Konstruktions- beziehungsweise Entwicklungsphase optimale Bedingungen für die neue Anlagenlösung zu schaffen. Dazu gehört auch die Impelemetierung geeigneter Software etwa zur Effizienzsteigerung der Zerspanprozesse, wie es heißt. Holger Klatte, Leiter Entwicklung bei SSB-Maschinenbau informiert: „Mithilfe von Comara syscut etwa liefern wir eine zielgerichtete Fertigungsoptimierung als Software bei Bedarf gleich mit. Das Programm erfasst und strukturiert die speziellen Prozessdaten bei der Zerspanung. Durch den direkten Zugriff auf die CNC als Datenlieferant wird eine umfangreiche Datenmenge erschlossen, die dann Ansatzpunkte für Verbesserungen aufgrund der Analyse der relevanten Einflussgrößen und Stellgrößen liefert.“

Fertigungszeit um durchschnittlich 10 % senken

Noch weiter gehe das System Comara icut: Das Programm denke mit, und greife im Falle eines Falles selbstständig in Echtzeit ein. So misst Comara icut bis maximal 500 mal in der Sekunde die Spindelleistung und passt dabei den Vorschub automatisch an die augenblicklichen Schnittbedingungen an, wie Beyer erklärt. Langhans ergänzt: „Ob Aufmaßschwankungen, variierende Fräserumschlingungen, unterschiedliche Eingriffsbreiten, Aufhärtungen oder Werkzeugverschleiß – so schnell wie möglich und so langsam wie notwendig sowie In jeder Situation und in einzigartiger Reaktionszeit, geschieht das. Fertigungszeiteinsparungen von durchschnittlich 10 % bei gleichzeitig höherer Prozesssicherheit seien damit erreichbar.

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