Bedientechnik Maßgeschneiderte Eingabegeräte für Werkzeugmaschinen

Autor / Redakteur: Stephan Hakuba / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Die Bedientechnik von Werkzeugmaschinen erfordert maßgeschneiderte Lösungen. Die Dateneingabe muss zuverlässig, relevant zu den Umgebungsbedingungen und komfortabel in der Handhabung sein. Sonst drohen Ausfallzeiten durch unpräzise Befehle oder Havarien durch unzweckmäßige Eingabetechnik.

Anbieter zum Thema

Die besonderen Anforderungen von Dateneingabesystemen kann man sich gut an einer CNC-gesteuerten Werkzeugmaschine vorstellen. Während des Fertigungsprozesses entstehen Späne und Stäube. Der Maschinenbediener trägt meist Handschuhe, die mit Fetten und Ölen beschmutzt sind.

Industrieumgebung erfordert robuste Dateneingabegeräte

Herkömmliche Dateneingabegeräte wie PC-Tastaturen und -Mäuse zeigen sich gegenüber diesen Bedingungen kaum widerstandsfähig; die beschriebenen Umwelteinflüsse würden solche Geräte schnell unbrauchbar machen.

Ein Ausfall der Bedieneinheit wäre somit die Folge und zöge einen kompletten Maschinenstillstand nach sich. Weiterhin ist die Bedienung mit Arbeitshandschuhen bei herkömmlichen Dateneingabegeräten unzweckmäßig. Die Tasten liegen zu eng beieinander und verursachen eine hohe Quote an Fehlbetätigungen. Als Fazit lässt sich damit die Erkenntnis ziehen, dass für den industriellen Bereich, und dort besonders in Bezug auf Werkzeugmaschinen, spezielle Bedieneinheiten notwendig werden.

Unterschiedliche Techniken für bestimmte Anwendungsbereiche

Die meistgenutzten Dateneingabekomponenten bei Werkzeugmaschinen sind folienabgedeckte Tastaturen (Bild 1 – siehe Bildergalerie). Durch die Abdeckung der Bedienfläche mit abriebfester Folie wird das Eindringen von Staub und Flüssigkeiten verhindert.

Diese Tastaturen haben den Industrieschutzgrad IP65, der den vollständigen Staubschutz sowie den Schutz gegen Strahlwasser beschreibt. Das einfache (Nass-) Reinigen der Geräte ist somit möglich. Auch herkömmliche Reinigungs- und Lösungsmittel sind verwendbar; maßgeblich ist dafür die DIN 42115 Teil 2.

Tastaturen mit Kurzhubtasten bevorzugt

Man unterscheidet folienabgedeckte Eingabegeräte zunächst nach der Schalttechnik. Bevorzugt werden Kurzhubtasten (Bild 2) eingesetzt, die einen Tastenhub von 0,3 mm aufweisen und ein präzises Schaltgefühl vermitteln. Bei diesen Tastaturen sind die direkt auf der Platine aufgebrachten einzelnen Kurzhubtasten durch eine massive Metallfrontplatte geschützt.

(ID:321389)