Mittelstandsstudie Maue Auftragslage und hohe Zinsen belasten den Mittelstand

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die jüngste Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und der DZ Bank zeigt, dass die Lage bei vielen Mittelständlern aufgrund unsicherer Auftragssituation, hoher Energiekosten und teurerer Finanzierungen angespannt ist. Hoffnung wird auf die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen gelegt.

(Bild:  bluedesign - stock.adobe.com)
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Im deutschen Mittelstand wachsen angesichts schwacher Konjunktur und struktureller Probleme die Sorgen. Sowohl die Geschäftslage als auch die Erwartungen der mehr als 1000 befragten Unternehmen hätten sich im Vergleich zur Frühjahrsumfrage „deutlich eingetrübt“ - so das Fazit des Bundesverbandes Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und der DZ Bank auf Basis ihrer jüngsten gemeinsamen Mittelstandsumfrage.

Fachkräftemangel und Bürokratie als Dauerproblem

Im Frühjahr hatte in allen in der halbjährlichen Umfrage berücksichtigten Branchen und in Unternehmen fast aller Größenklassen noch die Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft überwogen. Nun habe sich die Lage über die Dauerproblemfelder Fachkräftemangel und Bürokratie hinaus vor allem bei zwei Themen erkennbar verschärft: Fast die Hälfte (46 Prozent) der Mittelständler macht sich der aktuellen Analyse zufolge inzwischen Sorgen um die Auftragslage, im Frühjahr waren es noch 29 Prozent. Am stärksten betroffen zeige sich davon die Chemie- und Kunststoffindustrie, die ohnehin stark unter den gestiegenen Energiekosten leide.

Sorgen um die Auftragslage und Finanzierungen kommen hinzu

Zudem bereitet einem Viertel (26 Prozent) der befragten Inhaber und Geschäftsführer Kopfzerbrechen, dass Finanzierungen infolge der rasant gestiegenen Zinsen teurer geworden sind. Das sind so viele wie nie zuvor im Rahmen dieser Erhebung. Auf dem Bau liegt dieser Wert mit 35 Prozent noch höher. „Unter den in Folge der Zinswende gestiegenen Finanzierungsbedingungen leiden aktuell vor allem die Baubranche sowie die mittelständischen Agrarbetriebe“, heißt es in der Auswertung. „Die Anstrengungen der Bundesregierung zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts müssen schnell zu greifbaren Ergebnissen kommen“, mahnte BVR-Präsidentin Marija Kolak. Schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und finanzielle Anreize für mehr Investitionen hätten dabei Priorität.

Hoffnung auf Anpassungsfähigkeit

DZ-Bank-Firmenkundenvorstand Uwe Berghaus äußerte sich trotz der Dauerkrisen der vergangenen Jahre optimistisch, dass der Mittelstand auch die neuen Herausforderungen gut meistern werde. „Die Unternehmen sind sehr wandlungsfähig.“ In der aktuelle Ausgabe der halbjährlichen Mittelstandsstudie, die durch eine Auswertung der Jahresbilanzen mittelständischer Firmenkunden ergänzt wird, heißt es: „Die Ergebnisse dieser Studie machen (...) Hoffnung, dass die allermeisten Mittelständler auch die nächsten Monate und die nächsten Jahre erfolgreich abschließen können. Gut gerüstet dafür scheinen sie jedenfalls zu sein.“

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