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Die Auswahl des Parallelgreifers MPPM 1606 war eine konstruktive Entscheidung aufgrund der geforderten Produktsensibilität, Genauigkeit und Reinraumtauglichkeit. Die Greifer arbeiten alle nach dem Plug-and-play-Prinzip. Sie sind besonders leicht und sehr kompakt.
Dank einer Greifkraftsicherung wird der Greifer nur bestromt, wenn er sich bewegt. Auch im unbestromten Zustand hält er zuverlässig sein Transportgut. Die Motor-Controllerkarte schaltet den Motor bei einer zuvor definierten Stromaufnahme ab. Dies geschieht immer dann, wenn der Greifer gegriffen hat, und zwar unabhängig vom absoluten Verfahrweg. Über die integrierte Feder wird die Kraft gehalten. Das Getriebe ist selbsthemmend, sodass der Greifer sich selbst nicht lösen kann. Die Vorteile im Vergleich zu druckluftbetriebenen Greifern sind zudem nicht von der Hand zu weisen. Zu den bereits erwähnten kommen noch die Ansteuerung durch nur eine Leitung und die direkte Signalverarbeitung der Ventilansteuerung.
Sensibilität des Greifers ist wichtig, um Beschädigungen zu vermeiden
Bei der Qualitätsbetrachtung der zu fertigenden Teile wird schnell klar, dass die Sensibilität des Greifers ganz wichtig ist, damit beim Handling der empfindlichen Kunststoffteile keine Produktbeschädigungen auftreten. Der Parallelgreifer bietet Qualitätsvorteile, Produktionssicherheit und Ausschussreduzierung für diese Anwendung, die insbesondere pneumatische Greifer nicht leisten können. Gerade in der Medizintechnik sind die Vorgaben zum Vermeiden von Produktbeschädigung sehr hoch und mit null beziffert.
In den meisten Köpfen steckt die Meinung, dass elektrische Greifer teurer sind als pneumatische. Bei Waldorf hat man eine eigene Annahme: Es darf nicht der Einzelpreis der Komponenten miteinander verglichen werden, sondern die Gesamtkosten. Bei pneumatischen Bauteilen sind mehr Teile zu beschaffen, der Prozess bis zum Einbau ist aufwendiger und auch der Einbau an sich erfordert mehr Ressourcen. Alle diese Kosten müssen zum Stückpreis hinzugerechnet werden. MM
* Angela Scheufler ist freie Journalistin und Geschäftsführerin der Presse Service Büro GbR. Johannes Lörcher ist Geschäftsführer der Gimatic Vertrieb GmbH in 72411 Bodelshausen
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