Fraunhofer-Institut Umsicht Mehlwürmer machen aus Plastikmüll Fischfutter
Der allzu sorglose Umgang mit Plastiktüten & Co. hat in den letzten Jahren zu weltweit wirkenden Problemen mit Kunststoffabfällen geführt. Übliche Recyclingmaßnahmen reichen oft nicht mehr aus, um dem Herr zu werden. Forscher am Fraunhofer Institut Umsicht haben nun erkannt, dass Mehlwurmlarven angesichts des Plastikmenüs das Wasser im Mund zusammen läuft.
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Die Verschmutzung der Umwelt durch Plastik ist derzeit so hoch wie nie zuvor, wie die Wissenschaftler betonen. Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik „Umsich0“t forscht deshalb an umweltfreundlichen Prozessen zum Kunststoffabbau und bedient sich dafür recht kleinen biologischen Helfern, wie es heißt: Mehlwurmlarven, die Plastik verwerten und als organische Substanzen wieder ausscheiden!
Winzlinge gegen Müllberge
Egal, ob Plastikflaschen oder -tüten: Viele industriell genutzte Kunststoffe sind in der Umwelt nicht abbaubar und verschmutzen weltweit Landschaften und Gewässer. Aufgrund dieser Entwicklung stelle die Kunststoffzersetzung auf umweltverträgliche Weise derzeit ein relevantes Forschungsthema dar. Beim Kampf gegen Plastikmüll setzen Forscher deshalb neben Mikroorganismen, Pilzen oder isolierten Enzymen vermehrt auch auf Insekten, wie es weiter heißt. Im Zuge dieser Aktivitäten konnte kürzlich eine spanische Forscherin zeigen, dass die Larven der Großen Wachsmotte den Kunststoff Polyethylen (PE) in relativ kurzer Zeit zersetzen können – zumindest schneller, als es Bakterien in vergangenen Versuchen schafften, so das Fraunhofer Umsicht. Die Kombination einer mechanischen Zerkleinerung durch die Beißwerkzeuge des Insekts und einer nachfolgenden mikrobiellen Zersetzung im Darm sei offenbar besonders leistungsfähig.
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