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Eine ausführliche Analyse des Ist-Zustandes des Arbeitsplatzes und der Fertigungsaufgabe ist der Startpunkt zur Bewertung des MRK-Potenzials. Charakteristiken aus dem Fertigungsprozess müssen ermittelt und daraus Anforderungen an Produktivitätsmerkmale und Leistungsfähigkeit des Zielsystems abgeleitet werden. Auf Basis eines entsprechenden Entscheidungsmodells des Fraunhofer IPA ist der für den Arbeitsplatz passende MRK-Interaktionstyp zu identifizieren. Dabei müssen miteinander konkurrierende Ziele wie Schnelligkeit und Flexibilität berücksichtigt und gewichtet sowie zugrundeliegende Sicherheitsvorgaben zu jeder Zeit erfüllt werden. Das Bewertungsmodell berücksichtigt den ausgewählten Interaktionstyp und kann so gezielt das MRK-Potenzial einer Applikation analysieren (Bild 4).
Da ein MRK-System ein hybrides System mit automatisierten und nicht-automatisierten Teilaspekten ist, muss seine Wirtschaftlichkeit sowohl im Vergleich zum manuellen Arbeitsplatz als auch zur vollautomatisierten Lösung bewertet werden. Nachfolgend werden MRK-typische Faktoren beschrieben und dargestellt, wie diese in die Wirtschaftlichkeitsbewertung mit einfließen.
MRK-Lösungen können die Verfügbarkeit der Anlage stark erhöhen
Automatisierung erfordert sehr häufig eine aufwendige Absicherung der Prozesse, da Fehlerkorrekturen zu Stillständen und Verlusten führen. Die entsprechenden Aufwände treten dabei in Form von zusätzlicher Sensorik häufig erst während der Inbetriebnahme der Anlage auf. Gerade diese Kosten werden bei einer Wirtschaftlichkeitsbewertung häufig nicht in ausreichendem Maß betrachtet. MRK-Lösungen können die Verfügbarkeit der Anlage stark erhöhen und den notwendigen Aufwand zur Absicherung verringern, indem der Mensch kritische Prozessergebnisse prüft (zum Beispiel die korrekte Positionierung biegeschlaffer Teile) und bei Bedarf einschreitet.
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