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Große Defizite bei der Strategie
Laut Zeiss lagen die größten Defizite bei den von ihnen untersuchten Unternehmen im Bereich der Qualifikation der messtechnischen Mitarbeiter und insbesondere bei der fehlenden Standardisierung und Dokumentation der Messstrategien. Dass sich trotz dieser vielfältigen Einflüsse und Fehlerquellen Vertrauen in die Messergebnisse schaffen lässt, beweist Zeiss mit seinem Messprozess-Assessment. Ein Angebot, das völlig unabhängig davon ist, ob die eingesetzten Koordinatenmessgeräte von Zeiss oder einem anderen Hersteller stammen.
Aufgrund einer internen Anfrage überprüfte Carl Zeiss Industrielle Messtechnik 2011 erstmals einen Messprozess. Carl Zeiss Semiconductor Manufacturing Technology, der Unternehmensbereich Halbleitertechnik der Carl Zeiss AG, traute den Messergebnissen der Zulieferer nicht und maß alle Teile zu 100 % nach. Um sich diesen Aufwand in Zukunft zu sparen, beschlossen die Verantwortlichen, ihre Zulieferer gezielt überprüfen und zertifizieren zu lassen.
Checklisten bilden Grundlage für das Messprozess-Assessment
Die von den internen Zeiss-Experten für diesen Anlass erarbeiteten Kriterien und Checklisten bilden nach wie vor die Grundlage für das Messprozess-Assessment, das Zeiss heute Unternehmen aller Branchen anbietet. Die Bewertung vor Ort übernehmen Experten, die alle mindestens fünf Jahre selbst gemessen, eine messtechnische Ausbildung (Aukom3 oder vergleichbar) sowie die DQS-überwachte Assessorenschulung erfolgreich abgeschlossen haben.
Diese Assessoren führen beim Kunden zunächst in die Thematik ein und analysieren anhand einer ausführlichen Checkliste den Messprozess. Darüber hinaus beantworten sie die Fragen der Messtechniker und erklären beispielsweise Norminhalte. Während des Assessments nehmen sie alles genau in den Blick – vom Messraum und Messgeräteportfolio über das Personal, das Messverfahren, die Überwachung der Messgeräte bis hin zu Reporting und Dokumentation. Zusätzlich führen sie vor Ort auch Messungen mit einem kalibrierten Prüfkörper durch, um die Erkenntnisse aus den Checkfragen mit realen Messwerten zu untermauern.
Bei der anschließenden Auswertung der Checks werden die Antworten auf über 100 Fragenkomplexe innerhalb von sieben Kategorien unterschiedlich stark gewichtet. Neben dem Zertifikat und einer kurzen Ergebnispräsentation erstellen die Assessoren auch einen in der Regel über 25 Seiten umfassenden Report, in dem sie die Schwachstellen auflisten und konkrete Handlungsempfehlungen geben.
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