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Benchmark schafft Vertrauen
Die Erfahrungen zeigen, dass der Benchmark-Wert Vertrauen schafft. Die Carl Zeiss Semiconductor Manufacturing Technology beispielsweise misst inzwischen nicht mehr bei den Lieferanten zu 100 % nach, die im Assessment einen Wert von 80 % oder besser erreicht haben. Dadurch konnte das Unternehmen erhebliche Kosten einsparen und die Durchlaufzeiten verringern.
Mittlerweile sind Messprozess-Assessments daher wichtige Bestandteile im jährlichen Auditprogramm. Das heißt, Carl Zeiss Semiconductor Manufacturing Technology plant regelmäßig Messprozess-Assessments sowie andere Lieferantenaudits und nutzt dabei einheitliche Reportingstrukturen und Maßnahmentrackings. Außerdem werden Messprozess-Assessments bei allen neuen Lieferanten eingesetzt. Dadurch ist bereits sehr früh klar, ob ein potenzieller Lieferant die Teile nicht nur fertigen, sondern auch verlässlich qualifizieren kann. So werden beispielsweise Prüfpläne unmittelbar nach Zeichnungsfreigabe erstellt, Messstrategien werden frühzeitig mit den Lieferanten abgestimmt und Erstmusterprüfungen werden teilweise gemeinsam vor Ort beim Lieferanten durchgeführt.
Durch diese früh einsetzende und enge Zusammenarbeit mit dem Lieferanten reduziert das Unternehmen deutlich seine nachgelagerten Kosten und Aufwände.
Service auch für externe Unternehmen
Seit zwei Jahren bietet Zeiss den Service auch externen Unternehmen an und hat den Messprozess bereits bei über 20 Firmen evaluiert, in der Mehrheit Automobil- und Optikzulieferer. Dabei ging es nicht immer um die Begutachtung der Lieferanten. Ein Automobilzulieferer in Mexiko ließ zum Beispiel die Messprozesse innerhalb seiner eigenen Produktionsstätten analysieren. Denn obwohl dort auf sehr hohem Niveau gemessen wurde, passten die Teile in der Fertigung nicht. Das Problem: Die Messaufgabe wurde von Werk zu Werk unterschiedlich interpretiert. Und darum maßen die einen die Bohrung auf Durchmessermaß und die anderen auf Passungsmaß.
Dank der Hinweise der Assessoren von Zeiss stimmten die Mexikaner ihren Kommunikationsprozess ab und formulierten Messrezepte, die alle Messparameter abdecken und beispielsweise eindeutig festlegen, wann welches Ausgleichsverfahren verwendet werden muss. Und darum entschloss sich die Geschäftsleitung des mexikanischen Unternehmens, nach der Überprüfung des Messprozesses in anfänglich drei Werken diesen nun auch in den anderen sieben Werken prüfen zu lassen. So stellen sie sicher, dass sie nicht mehr „Äpfel mit Birnen“ vergleichen. MM
* Dr. Robert Roithmeier ist bei der Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH zuständig für Wissensmanagement und neue Anwendungsgebiete; bei Aukom e.V. verantwortet er Konzepte und Inhalte der Schulungen und bildet Aukom-Trainer aus; Weitere Informationen: Katrin Schenk, Tel. (0 73 64) 20-18 13, katrin.schenk@zeiss.com
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