Bearbeitungssysteme/Montageanlagen Mikron erleidet deutliche Verluste im ersten Halbjahr
Die auf Bearbeitungssysteme und Montageautomation spezialisierte Mikron-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2009 einen Verlust von 16,9 Mio. Schweizer Franken erlitten. Der Auftragseingang sank im Vorjahresvergleich um 55,8% auf 60,5 Mio. Franken, der Umsatz um 47% auf 76,6 Mio. Franken. Mikron hat laut eigener Mitteilung bereits reagiert, doch würden sich die Auswirkungen teils erst im zweiten Halbjahr bemerkbar machen.
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Der Konjunkturabschwung traf vor allem das Geschäftssegment Machining sehr hart, wie der Bieler Maschinenbauer weiter berichtet. Hier sei das Geschäft insbesondere mit der Automobilzulieferindustrie im ersten Quartal fast vollständig ausgeblieben.
Mikrons Geschäftsfeld Automation kommt glimpflicher davon
Das Geschäftssegment Automation, das den größten Umsatzanteil mit der Medizinaltechnik- und Pharmaindustrie erziele, sei bisher vom Abschwung weniger betroffen gewesen. Dennoch seien auch hier die Bestell- und Umsatzvolumen rückläufig. Generell sei festzustellen, dass fast alle Kunden ihre Investitionsentscheidungen aufschieben.
Mit verschiedenen Maßnahmen habe Mikron bereits auf die niedrigeren Volumina reagiert. Ungeachtet dessen würden alle Märkte mit anhaltender Intensität bearbeitet. Entsprechend liege ein besonderes Augenmerk auf der Pflege und dem Erhalt der erforderlichen Kompetenzen, aber auch auf der Sicherstellung der Liquidität.
In dem für das Segment Machining umsatzstärksten Marktbereich Automotive hatten wichtige Kunden zur Jahreswende ihre Produktion drastisch zurückgefahren, was sich bis zum Ende des ersten Quartals deutlich bemerkbar machte, heißt es weiter. Im zweiten Quartal habe sich die Situation etwas weniger kritisch präsentiert.
Tier-2-Autozulieferer erhöhen Produktion leicht
Zu beobachten sei, dass in der Zulieferkette der Automobilindustrie die Tier 2-Zulieferer ihre Produktion leicht gesteigert oder wieder aufgenommen hätten. Unverändert sei hingegen, dass sich in sämtlichen Marktsegmenten die Entscheidungen auf Kundenseite verzögern.
Der Bestellungseingang im Segment Machining im ersten Halbjahr lag mit 24,4 Mio. Franken um 67,8% unter dem Vorjahreswert. Nachdem im ersten Quartal das Neumaschinengeschäft fast vollständig ausgeblieben sei, seien im zweiten Quartal wieder Bestellungen realisiert worden.
Das Geschäft mit Schneidwerkzeugen und Servicedienstleistungen litt im ersten Halbjahr ebenfalls unter einer schwachen Nachfrage, heißt es. Allerdings habe sich hier in den letzten Wochen eine Belebung abgezeichnet. Die Aufträge kämen aus allen von Mikron bearbeiteten Segmenten und geografischen Märkten.
Mikron-Sparte Machining mit deutlich niedrigerem Auftragsbestand
Der bereits zu Jahresbeginn knappe Auftragsbestand habe sich aufgrund der anhaltend tiefen Bestellvolumina weiter reduziert und am Ende des erten Halbjahres noch 22,5 Mio. Franken betragen, 59,2% weniger als im ersten Halbjahr 2008.
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