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Automatischer Wechsel von Kantwerkzeugen

Mit Abkantpressen produktiver arbeiten

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Ein Feedback über den zu biegenden Winkel in Echtzeit unterstützt die Sicherstellung der Genauigkeit. LVD nutzt ein Winkelmesssystem, welches Laser einsetzt, um den Winkel in Echtzeit während des Biegevorgangs zu überwachen und anzupassen und eine Genauigkeit von ± 0,3° zu erzielen. Anders als andere Systeme prüft dieses adaptive Biegesystem nicht die Biegung und führt die Korrektur anschließend aus. Es gibt keinerlei Unterbrechungen im Biegevorgang. Ein Winkelmesssystem unterstützt Bediener aller Erfahrungsstufen dabei, kontinuierliche und präzise Biegeergebnisse abzuliefern. Die Abkantpresse mit automatischem Werkzeugwechsel beseitigt Fehler im Setup, zur Verbesserung der Produktionsleistung beim Biegen.

Automatischer Werkzeugwechsel steigert Produktivität der Abkantpresse

Wie sehr eine Abkantpresse mit automatischem Werkzeugwechsel die Produktivität verbessern kann, zeigt das Beispiel der Hofmann Blechbearbeitung, einer in der vierten Generation in Familienbesitz befindlichen Firma in Blaufelden. Für sie ist die flexible Produktionskapazität der Schlüssel zur Betriebsphilosophie. Das Unternehmen hat vor Kurzem in zwei Toolcell-220/40-Abkantpressen mit automatischem Werkzeugwechsel und Cadman-B-Programmierung von LVD investiert. Die Maschinen sind ausgelegt für die Biegung großer Blechteile, mit einer Stempelöffnung von bis zu 600 mm und einem Zylinderhub von 400 mm, was ihnen die maximale Flexibilität für ihre Biegekapazität verleiht.

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Oliver Lehrach, Betriebsleiter bei der Hofmann Blechbearbeitung, erläutert dazu: „Wir haben Kunden mit anspruchsvollen Anforderungen. Um diesen Bedarf zu decken, benötigen wir eine sehr flexible Produktionskapazität.“ Die meisten Kunden stellen komplexe Anlagen und Apparate her, wobei zu ihnen eine größere Zahl an Herstellern von Verpackungsanlagen gehört, hauptsächlich für die Pharmaindustrie, aber auch Antriebstechnik, Klimatechnik und Nahrungsmittelindustrie.

Anwender profitiert von automatischem Werkzeugwechsel an der Abkantpresse

„Unser eigentlicher Schwerpunkt, in dem wir auch über sehr gutes Know-how verfügen, liegt im Bereich Schweißen, insbesondere dem Schweißen von großen, und komplexen Baugruppen. Diese sind in der Regel Einzelanfertigungen oder Kleinserien – kompliziert, sehr anspruchsvoll, groß und zum Teil bis zu 10 t schwer“, sagt Lehrach weiter. Dennoch ist das Unternehmen kein Großserienhersteller, sondern führt eine große Anzahl von Setups und Werkzeugwechseln an den Maschinen durch. „Wir können die Abkantpresse nicht über mehrere Schichten mit dem gleichen Teil betreiben. Häufig müssen wir drei Teile aus 5-mm-Stahl, dann zehn Teile aus 3-mm-Stahl fertigen. Unter anderem sind wir so zu LVD gekommen. Sie konnten uns eine Abkantpresse mit vollautomatischem Werkzeugwechsel bieten“, berichtet der Betriebsleiter.

Nach seinen Angaben gab es drei wesentliche Gründe für die Investition in die Toolcell-Maschinen und die Programmiersoftware. Der erste Grund war die Arbeitsplatzsicherheit: „In der Vergangenheit musste der Maschinenführer nach Beendigung des Auftrages von Hand alle Stempel und Matrizen herausnehmen und den nächsten Satz einsetzen. Diese sind zum größten Teil sehr schwer und schwierig zu handhaben. Es bestand nicht nur die Gefahr von Rückenproblemen oder dass etwas auf die Füße fällt, sondern auch, dass sich die Maschinenführer ihre Finger beim Zusammenschieben der Werkzeugsegmente einklemmen. Der automatische Werkzeugwechsel umgeht dies alles“, sagt Lehrach.

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