Kollisions-Überwachungssystem

Mit Echtzeit-Überwachungssystem Kollisionen vermeiden

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So lässt sich etwa die standardmäßig zur Verfügung stehende Benutzeroberfläche Sinumerik Operate nutzen. Mit ihr können alle relevanten Basisdaten selbst erstellt oder im STL-Format direkt importiert werden. Die grafische 3D-Darstellung hilft dabei, alle potenziellen Kollisionskörper sowie die gesamte Kinematik im Raum realistisch darzustellen.

Komfortabler und schneller funktioniert die Erstinbetriebnahme in Kombination mit der CAD/CAM-Software NX. Der OEM kann einfach vorhandene NX-Konstruktionsdaten in Collision Avoidance übernehmen und hat dann ein 3D-Abbild des kompletten Maschinenraums zur Verfügung.

Auch weitere Anpassungen sind kein Problem, denn wie bei CAD/CAM-Systemen üblich, lassen sich selbst Freiformflächen einfach definieren. Dadurch sind sowohl der Maschinenraum als auch die in ihm befindlichen festen und beweglichen Maschinenelemente in kurzer Zeit exakt darstellbar. Auf diese Weise benötigt ein erfahrener Projektierer selbst für die Abbildung komplexer Maschinenräume nur etwa zwei bis vier Stunden.

Von entscheidender Bedeutung sind die exakten Abbildungen letztlich für die Endkunden der Werkzeugmaschinen. Sie können damit die Bearbeitungsräume für die Zerspanungsaufgaben an ihren Produkten ausnutzen und mitunter sogar Fertigungszeiten reduzieren.

Collision Avoidance verhindert beim Maschinenanwender Zusammenstöße

Die perfekte Maschinenraumdarstellung ist zudem wichtig, weil das Einrichten für den Maschinenanwender zu den schwierigsten Aufgaben gehört. In der Regel gilt seine Hauptaufmerksamkeit der Werkzeugschneide. So kann es leicht passieren, dass andere bewegliche Elemente, wie zum Beispiel auskragende Achsteile, aus dem Fokus geraten und mit feststehenden Maschinenelementen kollidieren würden. Dank Collision Avoidance kann dies nicht passieren. Die Siemens-Software sorgt auf Basis der hinterlegten Maschinenraumdaten zuverlässig für einen rechtzeitigen Stopp.

Zusätzlich hilfreich für den Anwender: CA zeichnet mit. Das bedeutet, dass die Software alle Bewegungen am Bedienerpanel in 3D visualisiert. Bevor ein etwaiger Crash passiert, bleiben alle in Bewegung befindlichen Achsen stehen und am Bildschirm wird ein optischer Alarm ausgelöst. Darüber hinaus kann der Bediener an der hochaufgelösten Grafik sehen, welche Maschinenelemente wo kollidiert wären. Mithilfe dieser Informationen kann er das Programm korrigieren und dafür sorgen, dass es schadensfrei weiterläuft. MM

* Jens Ciesielski ist Produktmanager bei der Siemens AG, Motion Control Systems, in Erlangen. Weitere Informationen: Siemens AG, CSCM, Karin Kaljumäe, 90765 Fürth, Fax (09 11) 6 54-42 71, karin.kaljumae@siemens.com

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