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Es stellte sich also die Frage: Wie baut man Anlagen für die Montage von Produkten, von denen heute niemand sagen kann, wie sie in Zukunft aussehen und funktionieren werden? Als Lösung kristallisierte sich nach ersten Analysen ein Anlagenkonzept heraus, das nur mit flexiblen Automatisierungskomponenten aus einer Hand funktionieren konnte. Bei der Vielzahl an Montagestationen und -linien hätte ein Komponentenmix von unterschiedlichen Herstellern zu einer nicht mehr kontrollierbaren Komplexität geführt.
Bremer Werk für Montagesysteme setzt auf Roboter von Adept
Benötigt wurden also Sechs-Achs-Roboter, Scaras, Visionsysteme, Zuführeinrichtungen und Steuerungen aus einer Hand. Dabei setzten die Bremer Montagespezialisten auf Adept, deren Komponenten allen Anforderungen gerecht werden.
Aber der Reihe nach: Grundsätzlich sind es drei Faktoren, die ein hohes Maß an Flexibilität garantieren. Das ist zum einen der modulare Aufbau der Rasierapparate, die im Wesentlichen aus drei Komponenten bestehen. Diese Komponenten können unabhängig voneinander auf unterschiedlichen Linien gefertigt werden.
Faktor zwei ist die Konzeption der kompletten Anlage, der ebenfalls der Modulgedanke zugrundeliegt. Derzeit erfolgt die Montage der 3-Kopf-Rasierer in Drachten auf insgesamt neun Längstransfer-Montagelinien, bestehend aus jeweils fünf bis acht Zellen. Dabei ist jede Zelle vollkommen autonom aufgebaut und kann nach dem plug & play-Prinzip jederzeit an- oder abgekoppelt werden.
Roboter "sehen" mit Bildverarbeitungssystem Adept Sight
Aktuell wird die komplette Anlage um vier neue Linien erweitert. Das Konzept der kleineren, voneinander unabhängigen Linien mit autarken Zellen steigert nicht nur die Flexibilität, sondern steht auch für maximale Verfügbarkeit. Hakt es an einer Stelle, steht nämlich nicht gleich die komplette Anlage, sondern eben nur eine der Linien.
Nach Integration der neuen Linien werden es über 120 Adept-Roboter und 40 Adept-Zuführeinrichtungen sein, die für eine reibungslose Montage der Rasierapparate sorgen. Und eben diese Komponenten erweisen sich als dritter, entscheidender Flexibilitätsfaktor. Die Sechsachser Viper s650 und s850 sowie die Scara-Roboter der Cobra-Baureihen s350, s600 und s800 sind überwiegend mit dem Bildverarbeitungssystem Adept Sight ausgestattet und haben sich in den bereits bestehenden Linien bewährt. Die Roboter überzeugen mit Genauigkeit, Geschwindigkeit sowie hoher Verfügbarkeit.
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