Spritzgießformen

Mit Gasdruckfedern im Werkzeug zum produktiveren Spritzgießen

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Inzwischen hat der Spritzgießer bereits sieben Werkzeuge auf das Federsystem von Fibro umgerüstet – mit den Zielen, die Werkzeuge im laufenden Fertigungsprozess zu schonen, Werkzeugschäden zu verhindern, den Formteilausschuss zu minimieren und ungeplante Maschinenstillstandszeiten zu vermeiden (Bilder 3 und 4).

Gasdruckfedern eigens für den Spritzgießformenbau entwickelt

Die Gasdruckfedern der Baureihe FML wurden eigens für den Formenbau entwickelt. Sie erzeugen trotz kompakter Abmessungen hohe Kräfte und können dauerhaft Temperaturen bis 120 ° C ausgesetzt werden. Mit einer geprüften Lebensdauer von mindestens 1 Mio. Hüben sorgen die Gasdruckfedern in Spritzgießwerkzeugen dauerhaft für Prozesssicherheit.

Gemäß PED-Richtlinie sind sie für 2 Mio. Hübe zugelassen. Anwendungen in Spritzgießwerkzeugen gibt es für die Gasdruckfedern immer dann, wenn direkt mit der Werkzeugöffnung in der Trennebene eine weitere Zwischenplatte oder ein Schieber bewegt werden soll.

Gasdruckfedern bieten mehrere Vorteile im Vergleich zu Schraubendruckfedern

Im Vergleich zu konventionellen Schraubendruckfedern sind Gasdruckfedern klar im Vorteil. So erzeugen die Gasdruckfedern von Fibro eine niedrige Hubkraft, die sich anwendungsspezifisch anpassen lässt. Auf diese Weise kann die Werkzeugsicherung wesentlich feiner eingestellt werden.

Im Vergleich dazu ist die Hubkraft von Schraubendruckfedern konstruktionsbedingt hoch. Die Folge ist ein schneller und hoher Druckanstieg. Dadurch wird das Werkzeug bei jeder Öffnung unnötig belastet.

Außerdem ermüden Schraubendruckfedern unterschiedlich und es lässt sich nicht beeinflussen, in welche Richtung sich die Feder seitlich bewegt. Verschleißmarken an den Seitenflächen sind infolgedessen an der Tagesordnung.

Gasdruckfedern können auch Klinkenzüge ersetzen

Auch im Vergleich mit Luftdruck- und Hydraulikzylindern haben die Gasdruckfedern die Nase vorn. So verbrauchen Luftdruckzylinder viel Druckluft und damit teure Energie. Hydraulikzylinder wiederum sind anfällig für Leckagen. Kommt es zum Ausfall, verursacht austretendes Hydrauliköl einen hohen Reinigungsaufwand am gesamten Werkzeug. Vor allem bei Spritzgießformen zur Herstellung von Verpackungsteilen für die Kosmetik- und Pharmaindustrie muss der Einbau von Hydraulikzylindern daher extrem kritisch betrachtet werden.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen sind die Gasdruckfedern auch als Ersatz von Klinkenzügen durchaus möglich: Klinkenzüge sind meist sehr wartungsintensiv. Wenn am Klinkenzug etwas nicht passt, funktioniert das ganze Werkzeug nicht.

Gasdruckfedern überzeugen in entscheidenden Punkten. Im Gegensatz zu Hydraulikzylindern gibt es kein Verschmutzungsrisiko. Gasdruckfedern verbrauchen keine Druckluft. Anders als Schraubendruckfedern kommt es nicht zur Materialermüdung. Aufgrund der geringen, fein einstellbaren Hubkräfte schonen Gasdruckfedern die Werkzeuge deutlich stärker als alle anderen Lösungen.

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