Röhm Mit Keilstangen-Spannfutter den Prozess noch fester im Griff
Als ein qualitätsbestimmendes „magisches Dreieck“ vieler Zerspanungsprozesse bezeichnen manche Experten das Zusammenspiel aus Maschine, Anwendung und Spanntechnik. Bei der modernisierten Fertigung von Zahnradpumpen etwa sorgt ein klemmkraftoptimiertes Dreibacken-Spannfutter für einen Produktivitätsschub.
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Bei der Herstellung von Hochdruck-Verdrängungspumpen steht höchste Präzision an vorderster Stelle. Zur Modernisierung seiner Fertigung hat der Pumpenspezialist Maag deswegen alle einfließenden Parameter geprüft und sich für eine Kombination aus einem DMG-Mori-Seiki Bearbeitungszentrum DMC 80 FD Duoblock (Bild 3 – siehe Bildergalerie) und einem Dreibacken-Keilstangenfutter Duro-T-500 (Bild 1) von Röhm entschieden. Als ausschlaggebende Auswahlfaktoren überzeugten die kompakte Bauweise des Dreh-Fräszentrums und insbesondere das gute Zusammenspiel der DMG-Maschine mit dem Spannfutter von Röhm.
Mit nur zwei schnell realisierbaren Aufspannungen können die bis zu 550 kg schweren Rohteile mit den Duro-T-500 des Spezialisten Röhm zu präzisen Gleitlagern, Flanschen und Spiraldichtungen für leistungsstarke Pumpen (siehe Kasten) bearbeitet werden. Durch den Einsatz des Spannfuttersystems bei den Dreh-, Fräs- und Bohroperationen ist die Fertigungszeit der Werkstücke außerdem um über 30 % gesunken. Der Transportaufwand zwischen mehreren Maschinen kann komplett entfallen.
Gesteigerte Klemmkraft durch Keilstangen-Spannfutter für kürzere Bearbeitungszeiten
Die Futter haben einen Durchmesser von 500 mm und sind auf große Spannkräfte ausgelegt. Im Einsatz packen sie das Werkstück bei 220 bis 250 Nm Anziehmoment an den Aufsatzbacken mit einer Gesamtspannkraft von maximal 220 kN. Röhm hat durch verschiedene Maßnahmen die Spannkräfte gegenüber dem Vorgängermodell noch einmal um 20 % erhöht, was die Entwickler von Röhm Spanntechnik im Moment als mehr als ausreichend ansehen. So musste man sich bei manchen Aufspannungsvarianten aufgrund technischer Aspekte sogar noch zurückhalten und brauchte das mögliche Kraftniveau gar nicht voll ausschöpfen.
Das statisch ausgewuchtete und bedienerfreundliche Handspannfutter ist zusätzlich in Bezug auf sein Design überarbeitet worden. Beispielsweise haben die Röhm-Konstrukteure eine Spritzwasserkante entwickelt und integriert, die das Kühl- und Schmiermedium prozessoptimal führt. Das Futter fixiert die Werkstücke mit einer sehr guten Backenwechsel-Wiederholgenauigkeit. Die Rund- und Planlaufgenauigkeit übertrifft die Vorschriften der DIN-Genauigkeitsklasse 1 um den doppelten Wert, der dort angegeben ist (Bild 2). Der steife Futterkörper ist komplett oberflächengehärtet.
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