Windenergie

Mit Kleinwindkraftanlagen Wind am eigenen Standort in Energie umwandeln

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Um einschätzen zu können, wie gut ein Windstandort tatsächlich ist, welchen Energieertrag eine Kleinwindanlage an einem solchen Standort erzeugen würde und wie die Korrelation von Last und Einspeisung aussehen könnte, reicht es nicht, sich auf subjektive Einschätzungen zu verlassen. Auch die Informationen aus Windkarten oder von Wetterstationen in der Umgebung können in die Irre führen.

Dies liegt daran, dass die um den Standort befindliche Vegetation und Gebäude Verschattungs- und Staueffekte gegenüber dem Wind aufweisen und Turbulenz erzeugen. Kleinwindanlagen liegen mit ihrer Nabenhöhe in der Regel nicht hoch genug, um diesen Effekten sicher zu entgehen. Daher lohnt es sich, vor der Errichtung einer Kleinwindanlage den Standort mithilfe eines Windmessgerätes zu vermessen. Eventuell entdeckt man bei seinen Messungen sogar einen Standort mit durch die Topografie beschleunigtem Wind.

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In einigen Bundesländern gelten bereits besondere Regelungen

Ist der Standort für die Errichtung einer Klein-Windenergieanlage geeignet, muss die Frage der Baugenehmigung geklärt werden. Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bayern haben bereits besondere Regelungen für die Errichtung von kleinen Windanlagen getroffen. Andere Bundesländer legen oftmals noch die Richtlinien für Großwindanlagen in ihren Entscheidungen zugrunde.

Im Kleinwindbereich kommen die unterschiedlichsten Anlagentechniken auf den Markt. Vertikal oder horizontal drehende Rotoren stoßen auf unterschiedliche Generatorentypen mit oder ohne Getriebe. Dabei ist nicht jede Kleinwindanlagen-Technik für jeden Standort geeignet. Während Vertikalachsanlagen-Hersteller auf geringe Geräuschemissionen und einen übersichtlichen Schattenwurf ihrer Anlage verweisen, trumpfen Horizontalachsanlagen-Hersteller oftmals mit höheren Wirkungsgraden und günstigeren spezifischen Preisen.

Vertikalachsanlagen sind unempfindlich gegenüber Windrichtungswechseln, tun sich aber aufgrund ihres oftmals recht hohen Rotorträgheitsmoments mit Windgeschwindigkeitswechseln schwer. Um die Schallemissionen und den Schattenwurf von Horizontalachsanlagen zu reduzieren, werden manchmal Ringe um den Rotor gebaut, die nebenbei zu einem höheren Energieertrag bei gleicher Rotorfläche führen sollen.

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