Windenergie Mit Kleinwindkraftanlagen Wind am eigenen Standort in Energie umwandeln

Autor / Redakteur: Nico Peterschmidt / Claudia Otto

Mit kleinen Windkraftanlagen können Unternehmen Kosten einsparen und gleichzeitig etwas für ihr Image tun. Eine solche Anlage lohnt sich für Unternehmen mit hoher elektrischer Grundlast und einem Standort mit guten Windbedingungen. Doch auch darüber hinaus gilt es, einiges zu beachten.

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Die netzparallel arbeitende Braun-Antaris-Kleinwindanlage mit einem Repellerdurchmesser von 3,5 m und einer 3,5-kW-Turbine steht auf den Azoren. (Bild: Braun Windturbinen)
Die netzparallel arbeitende Braun-Antaris-Kleinwindanlage mit einem Repellerdurchmesser von 3,5 m und einer 3,5-kW-Turbine steht auf den Azoren. (Bild: Braun Windturbinen)

Kleinwindanlagen sind in aller Munde. Messen und Kongresse nehmen sich des Themas an. Immer mehr kleine wie große Unternehmen entwickeln Technik, um in den wachsenden Kleinwindmarkt als Anlagenhersteller oder Zulieferer einzusteigen. Die Kleinwindtechnologie wird als sinnvolle Ergänzung zu bereits installierten Photovoltaikanlagen gesehen. Sie gibt Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit, mit der Windenergie auch technisch in Kontakt zu bleiben, während Investoren und Betreiber von Großwindanlagen teils gar keinen technischen Zugang zu ihren Anlagen mehr haben.

Einspeisevergütungen sind auf Großwindanlagen zugeschnitten

Doch beim Einsatz von Kleinwindanlagen gibt es einige Punkte zu berücksichtigen: Zunächst gibt es im Kleinwindbereich anders als bei der Photovoltaik kein bundesweit einheitliches Förderinstrument. Darüber hinaus sind die Einspeisevergütungen im Windbereich auf Großwindanlagen zugeschnitten und in den meisten Fällen nicht ausreichend, um eine Kleinwindanlage wirtschaftlich zu betreiben. Je nach Standort und Anlagentechnik erzeugen Kleinwindanlagen eine elektrische Energie zu Stromgestehungskosten von 0,15 bis 0,30 Euro pro Kilowattstunde. An schlechten Standorten können die Stromgestehungskosten noch höher liegen.

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Heute werden Kleinwindanlagen in Deutschland in der Regel dann wirtschaftlich interessant, wenn ein Unternehmen mit hoher elektrischer Grundlast an einem Standort mit guten Windbedingungen ansässig ist. Speist die Kleinwindanlage hier in das Firmennetz ein, kann mit der elektrischen Energie der Windanlage ein erheblicher Teil des elektrischen Eigenbedarfs des Unternehmens gedeckt werden. Wann immer der elektrische Leistungsbedarf des Unternehmens höher ist als die von der Windanlage eingespeiste Leistung, spart das Unternehmen den anderweitig vom Verbundnetz bezogenen Strom.

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