Windenergie

Mit Kleinwindkraftanlagen Wind am eigenen Standort in Energie umwandeln

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Normen unterstützen bei der Bewertung des Anlagentyps

Doch Pauschalaussagen über eine Anlagenklasse lassen sich heute nur schwerlich treffen. Vielmehr muss jeder Windanlagentyp individuell bewertet werden.

Zum Glück helfen bei dieser Bewertung Normen, nach denen die Kleinwindanlagen zertifiziert werden können. Für die Sicherheit von Kleinwindanlagen steht die international gültige Norm DIN EN 61400-2 oder die von den deutschen Baubehörden gern gesehene DIBt-Norm.

Das Leistungsverhalten einer Windanlage wird in einer nach DIN EN 61400-12 gemessenen Leistungskennlinie festgehalten und die Schallemissionen in nach DIN EN 61400-11 gemessenen Kennzahlen. Das Vorhandensein von Zertifikaten der oben genannten Art gibt oftmals auch einen Hinweis auf die Marktreife einer Anlage. Viele Kleinwindanlagen befinden sich heute in einem fortgeschrittenen Prototypstadium. Nur wenige Hersteller können bereits auf lange Betriebserfahrungen mit ihren Windanlagen zurückblicken.

Kleinwindanlagen erzeugen öffentliche Aufmerksamkeit

Wer sich heute für eine Kleinwindanlage entscheidet, muss also hinreichend viel Pioniergeist mitbringen. Andererseits kann er sich aber stärker als bei der etablierten PV-Technik auf die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit verlassen. Dieser Effekt der Kleinwindenergie wird von Unternehmen gerne zu Marketingzwecken genutzt.

Manchmal jedoch, wenn sich die Anlage an dem ausgewählten Standort fast nie dreht oder der auf einem Display angezeigte Energieertrag einfach nicht anwachsen will, kann sich die beste Marketinganlage als Flop erweisen. Detaillierte Planung und eine weise Auswahl von für den Standort geeigneten Anlagen sind daher anzuraten. Informationen aus einer neutralen Quelle sind deshalb unverzichtbar.

In Deutschland haben sich insbesondere der Bundesverband Kleinwindanlagen und der Bundesverband Windenergie die Verbreitung von objektiven Informationen über die verfügbare Kleinwindtechnik auf die Fahnen geschrieben.

Die Kleinwindbranche ist derzeit stark von Innovationen getrieben und offen für neue Akteure. Jedem Technik- und Projektentwickler sei jedoch geraten, das Rad nicht neu zu erfinden, sondern auf die Leistungen erfahrener Dienstleister oder Universitätenforschungseinrichtungen zu setzen. Inzwischen bieten auch renommierte Weiterbildungseinrichtungen Informations- und Schulungsseminare zum Thema Kleinwindanlagen an.

Nico Peterschmidt ist Geschäftsführer der Inensus GmbH, 38640 Goslar.

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