Kunststoffzerspanung

Mit Kombinationswerkzeugen zu glasklaren Acrylglas-Oberflächen

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Die Probleme bei der spanenden Bearbeitung von Plexiglas sind bekannt: Werkzeuge mit schlechter Spanabfuhr sowie ein zu hoher Wärmeeintrag führen zu nicht korrigierbaren Beschädigungen im Kunststoff – vor allem bei kleinen Abmessungen und großen Tiefen. So hat ER-HA Schilderhaus klar definierte Vorstellungen vom Bearbeitungsprozess: Ein nachbearbeitungsfreies Ergebnis, saubere Kanten, ein sauberer Fräsgrund in den Nuten, eine perfekte Spanabfuhr und ein ratterfreier Lauf gehören zu den wichtigsten Anforderungen.

Spezielle Fräser für die Acrylglasbearbeitung ersparen Nacharbeit

Dafür hat Hufschmied geeignete Bearbeitungswerkzeuge im Programm, wie die Fräser Z1 der Reihe Universalline zur Thermoplast- und Duroplastbearbeitung und das Werkzeug 110FPE des Systems „Fräsen per Plex“ (FPP) speziell für Acryl- und PMMA-Kunststoffe. FPP ist ein Werkzeugsystem, das Schruppwerkzeuge mit einer Schneide und Schlichtwerkzeuge mit fünf Schneiden umfasst. Die sich daraus ergebenden Kombinationen ermöglichen bei entsprechenden Gegebenheiten, nahezu glasklare Oberflächen und Kanten ohne Polieren zu erreichen.

Diese Sonderwerkzeuge sind eigens auf bestimmte Werkstoffeigenschaften abgestimmt. Seit Kurzem sorgen Weiterentwicklungen bei ER-HA Schilderhaus für Qualitätsergebnisse (Bild 1). Für die Plexiglasbearbeitung kommen dort zwei dreiachsige CNC-Maschinen zur Anwendung.

Acrylglas in einer Aufspannung schruppen und schlichten

Die Anwendungsspanne dieser Werkzeuge wurde extrem erweitert. So ist Schruppen und Schlichten in einer Aufspannung mit den Kombinationswerkzeugen möglich. Bei ER-HA Schilderhaus wird damit gleich aus dem Vollen gearbeitet. Dabei werden beste Berarbeitungsergebnisse erzielt. Diese Qualität zeigt sich vor allem in den klaren Schnittkanten, die ohne Nachbearbeitung erzielt werden. Das verkürzt die Fertigungszeiten weiter, zusätzlich zum Wegfall der Werkstückumspannung.

Außerdem ist die Verwendung von Diamant-Polierwerkzeugen überflüssig. Bei ER-HA Schilderhaus – so heißt es dort – seien Werkzeugsystem und Maschinenleistung optimal aufeinander abgestimmt (Bild 2).

Zuvor erfolgte am Standort Neusäß das Schruppen und Schlichten in zwei getrennten Schritten. Zwei Mal musste dafür die Maschine programmiert und das Werkstück aufgespannt werden. Dieser Mehraufwand wurde eingespart und die Bearbeitungsqualität verbessert.

In Verbindung mit einer Verlängerung der Werkzeugstandzeit bewegt sich der Kostenvorteil für ER-HA Schilderhaus mit dem Werkzeugsystem im zweistelligen Prozentbereich.

* Dipl.-Ing. Ralph R. Hufschmied ist Geschäftsführer der Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH, 86399 Bobingen

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