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Mit Megatrends auf der Agenda ist Festo global auf der Überholspur

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Forschungsschwerpunkt liegt auf Industrie 4.0

Ein Schwerpunkt hierbei sind die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Kontext von Industrie 4.0. „Wir bei Festo sehen Industrie 4.0 als hochinterdisziplinäres Zukunftsprojekt, an dem wir gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft kontinuierlich arbeiten. Unter anderem ist Festo an einer Reihe von Verbundforschungsprojekten beteiligt, die verschiedene Aspekte der Produktion der Zukunft behandeln. Aber nicht nur die technischen Neuentwicklungen sind in diesem Zusammenhang wichtig, sondern auch, welchen Platz der Mensch im Gesamtbild der Produktion der Zukunft einnimmt und wie ein Unternehmen seine Mitarbeiter darauf vorbereiten kann. Hier setzen wir mit unserer Didactic an“, so Dr. Veit.

Er ergänzt: „Beispiele aus der Praxis sind unsere Cyber Physical Factory, einer modulare Produktionsanlage für die Aus- und Weiterbildung zu Industrie 4.0 bei unserer Didactic oder das Multi-Carrier-System in der Electric Automation, ein innovatives Transportsystem für mehr Flexibilität in Produktionsprozessen. Im Multi-Carrier-System sind wichtige Industrie 4.0 relevante Optionen realisiert. Auch unser Flaggschiffprodukt, die Automatisierungsplattform CPX, wird über OPC-UA in Industrie 4.0-Umgebungen ebenfalls integrierbar sein.“ Viele weitere Kundenprojekte hat Festo auf dem Gebiet der Digitalisierung von Industrieautomation begonnen. Hier vertrauen die Kunden auf das Know-how von Festo bei Technologie, Innovation und Weiterbildung.

„Auch im Bereich unseres Bionic Learning Networks und unserer Future Concepts setzen wir in diesem Jahr wieder neue Impulse“, ergänzte Dr. Veit. Zur Hannover-Messe 2015 gilt dies insbesondere in Hinblick auf das Motto „Join the Network!“. Die Projekte veranschaulichen, wie die vernetzte Kommunikation einzelner Systeme zu einem intelligenten Gesamtsystem verschmelzen kann und liefern interessante Ansätze für die Produktion der Zukunft.

Investitionen am Standort Deutschland

Dass Festo auch in Deutschland verstärkt investiert und auf den Wirtschaftsstandort setzt, wird 2015 ganz besonders sichtbar. Gleich drei neue Gebäude werden in diesem Jahr bezogen und eingeweiht: Das Automation Center am Stammsitz in Esslingen, die Technologiefabrik in Ostfildern-Scharnhausen und das Global Production Centre Hassel in Rohrbach (Saarland) mit dem Schwerpunkt neue Werkstoffe und Polymer. Insgesamt rund 150 Millionen Euro hat das Unternehmen allein hier in den Ausbau von Know-how und Kompetenz und in topmoderne Arbeitswelten investiert.

Die derzeit entstehende Technologiefabrik ist ein Schritt in Richtung Produktion der Zukunft. Hier werden auch neue Konzepte von Industrie 4.0 eingesetzt und erprobt. Nach ihrer Fertigstellung sollen hier Steuerungselemente, Ventile, Ventilinseln und Elektronik gefertigt werden. Ostfildern-Scharnhausen ist als zukunfts- und wandlungsfähige Fabrik konzipiert: In den Produktionsanlagen werden Ansätze von Industrie 4.0 verwirklicht, die CPX-Plattform und das Multi-Carrier-System werden dort mehrfach zu sehen sein. Zusätzlich wird in einem Pilotbereich das in verschiedenen Forschungsprojekten weiter erarbeitete Wissen umgesetzt und getestet. In dieser Fabrik werden außerdem alle Komponenten des AS-Interface, einem Daten- und Energieversorger für Aktuatoren und Sensoren, gefertigt.

Weltweite Investitionen in Know-how und Technologien

Der Fokus auf Wachstum und die Ansprüche der Kunden erfordern Investitionen. „Kunden in Asien und Amerika erwarten mittlerweile denselben Service, exzellente Belieferung und Beratung, wie man das von uns in Europa kennt“, erklärt Dr. Eberhard Veit. Um diesen Ansprüchen weltweit gerecht zu werden, investiert Festo weltweit. Insgesamt wurden weltweit rund 300 Millionen Euro in den Ausbau des globalen Entwicklungs-, Produktions- und Logistikverbunds sowie in neue Gebäude investiert. Investitionsschwerpunkte sind die USA, Ungarn, Bulgarien die Schweiz und China sowie Korea, Indien, Indonesien und Vietnam.

Allein über 40 Millionen US-Dollar in Amerika. Dort ist in Mason, Ohio auf einer Fläche von über 15.000 m² ein neues Produktions- und Logistikzentrum entstanden, das Ende diesen Jahres in Betrieb gehen und 2016 offiziell eingeweiht werden soll. Das neue Regional Service Centre (RSC) schafft Raum für zusätzliches Wachstum in den USA, Kanada und Mexiko. Mit der zentralen Lage des neuen RSCs bietet Festo Kunden in Nordamerika innovative maßgeschneiderte Lösungen und einen noch besseren Service. „Dies wird unsere Position im amerikanischen Markt für Automation weiter stärken“, so Dr. Veit.

Festo setzt damit weiterhin auf seine erfolgreiche Zwei-Säulen-Strategie. Am Standort Deutschland setzt Festo auf den Ausbau von Know-how, Forschung und Entwicklung, Zukunftstechnologien und Technologiefabriken. An seinen Standorten in den globalen Wachstumsmärkten erfolgt die Produktion in der Region für die Region. Hier werden die Module vor Ort regional oder kundenspezifisch angepasst oder kundenindividuelle Lösungen entwickelt. Mit den Landesgesellschaften und Produktionsstätten außerhalb Deutschlands hat Festo in großem Maße zur Verbesserung von Innovationskraft und Fertigungsqualität in den neuen Märkten beigetragen. „Damit sind die technologischen Standards und die Ansprüche in den lokalen Märkten gestiegen, was bei uns die Nachfrage nach wettbewerbsfähigen Automatisierungslösungen steigert“, verdeutlicht Dr. Veit.

Fokus auf USA und China

Um sich auf den künftigen Wachstumsmärkten zu behaupten und global wettbewerbsfähig zu bleiben, hat sich Festo bereits im vergangenen Jahr neu strukturiert. „In Zukunft findet das Wachstum nicht nur in Deutschland und Europa, sondern insbesondere auch in Asien und Amerika statt. Wir werden daher unsere Anstrengungen in den Fokusländern USA und China weiter stark erhöhen, in den letzten Jahren haben wir dafür die Voraussetzungen geschaffen. Zusätzlich werden wir uns breiter aufstellen und in neue Wachstumsbranchen wie Electric Light Assembly (ELA) investieren. Aber auch unser Kerngeschäft behalten wir im Blick: In der Pneumatik wollen wir mit einem fokussierten wettbewerbsfähigen Produktprogramm zusätzliche Marktsegmente erschließen. Auch in den Geschäftsbereichen Electric Automation, Process Automation, Customer Solutions und Didactic werden wir unser Geschäft ausweiten und unsere Marktposition ausbauen“, so Dr. Veit.

Berufliche Zukunft mit Karrierechancen

Nicht nur in Sachen Umsatz ist Festo in den letzten Jahren konstant gewachsen. Die Belegschaft wuchs 2014 weltweit auf 17.800 Mitarbeiter (Vorjahr 16.700), davon sind 8100 (Vorjahr 7700) in Deutschland und 9700 (Vorjahr 9000) im Ausland beschäftigt.

Festo zählte auch 2014 wieder zu den 100 Top-Arbeitgebern in Deutschland und zu den 500 Top-Arbeitgebern in Europa für Ingenieure und bietet Auszubildenden, Berufseinsteigern, Young Professionals aber auch Berufserfahrenen optimale Arbeitsbedingungen, Karrierechancen und die Möglichkeit auf lebenslanges Lernen und interne wie externe Weiterbildung. Nachwuchskräfte werden gezielt durch ein Talent Management gefördert. Hinzu kommen konkrete Angebote für ein berufsbegleitendes Studium. Ebenso werden Nachwuchskräfte im Rahmen eines Stipendiums oder durch das Bindungsprogramm Stay Inspired gefördert.

Im letzten Jahr haben in Deutschland insgesamt rund 120, in China 25 Auszubildende und Bachelor-Studenten ihre Ausbildung bei Festo begonnen. Zwei davon haben ein ganz besonderes Jahr vor sich: Als Gewinner der Vorentscheidung der nationalen Berufswettbewerbe, dürfen sie in diesem Jahr Deutschland in der Mechatronik bei den Berufsweltmeisterschaften WorldSkills in Brasilien vertreten.

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