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Um hohe Beschleunigungen des Greifsystems zu ermöglichen, wurde unter anderem das Gehäuse zur Gewichtsersparnis aus Carbon gefertigt. Kopplungsmöglichkeiten für Sensorik-Komponenten sind wie beim Vier-Finger-Zentrischgreifer vorhanden. Ebenso kann die Vorverarbeitung der Sensordaten in gleicher Weise erfolgen. Bild 2 zeigt die Drei-Finger-Zusammenstellung mit individuell gefertigter Carbonhülle zum Greifen unterschiedlicher Objekte. Dabei kommt die Kraftregelung mittels DMS zum Einsatz, um auch empfindliche Gegenstände wie Glasobjekte sicher greifen zu können.
Auf der Sensorikseite fast ausschließlich Standardkomponenten
Im Gegensatz zur Eigenentwicklung des modularen Greifers besteht die Komponentenauswahl auf der Sensorikseite fast ausschließlich aus Standardkomponenten. Dies hält die Kosten für Anschaffung, Betrieb und potenzieller Erweiterung einer individuellen Zusammenstellung auf niedrigem Niveau. Unter anderem sind folgende Komponenten bereits erfolgreich eingesetzt worden:
- Faseroptische Sensoren im Greifbereich zur Belegkontrolle.
- Ultraschallsensoren zur Kontrolle des Absetzbereichs von Objekten.
- Rasterscanner zum Auslesen von Barcodes.
- Dunkelfeld-Kamerasystem zur Erkennung geometrischer Parameter.
- Laser-Linienscanner, ebenfalls zur Erkennung geometrischer Parameter.
Das Sensorportfolio wird in Zukunft sukzessive erweitert, um weiteren Kundenansprüchen gerecht werden zu können.
Erhöhung der Wirtschaftlichkeit kundenspezifischer Lösungen
Die mit der modularen Komponentenauswahl erreichte Vereinfachung der Planung und Implementierung eines weiten Anwendungsspektrums kann helfen, Kosten und Zeitaufwand vormals hoch individualisierter Entwicklungen zu senken. Sowohl Vertriebsunternehmen als auch Anwender profitieren von der Modularität bei der Greifer-Sensor-Komponentenauswahl, mit der sich anwendungsspezifisch abgestimmte Zusammenstellungen statt anwendungsspezifische Einzelentwicklung erstellen lassen. MM
* Dipl.-Ing. Guido Hoffmeier ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Produktionssysteme (IPS) der Technischen Universität Dortmund. Univ.-Prof. Dr.-Ing. Bernd Kuhlenkötter ist Leiter des Instituts. B. Eng. Henrik Schletter ist Mitarbeiter der IBG Automation GmbH in 58809 Neuenrade.
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