Grenzebach Mit Roboter-Hersteller Kuka neue Geschäftsfelder erschließen

Redakteur: Rüdiger Kroh

Die Beteiligung der Grenzebach Maschinenbau GmbH an der Kuka AG und die kürzliche Erhöhung der Aktienanteile haben in den vergangenen Wochen für Diskussionsstoff gesorgt. Wir haben Grenzebach-Geschäftsführer Bernd Minning nach den Hintergründen und Plänen befragt.

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Herr Minning, was hat Grenzebach veranlasst, aus der schon bestehenden Zusammenarbeit mit Kuka eine Beteiligung an der Kuka AG zu machen?

Minning: Durch den Anteilserwerb wollen wir unsere Zusammenarbeit mit einem strategisch wichtigen Kooperationspartner sichern. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind gut. Beide Unternehmen arbeiten seit einem knappen Jahrzehnt partnerschaftlich zusammen und sind schon lange gemeinsam in der Produktentwicklung tätig.

Grenzebach hat seinen im Dezember 2008 erworbenen Anteil von 5,4% jetzt auf 19% aufgestockt. Was ist der Grund für diese Erhöhung?

Minning: Wir streben eine langfristige, strategische Partnerschaft mit Kuka an. Kuka ist generell ein sehr attraktives Unternehmen mit hervorragenden Wachstumsaussichten – der steigende Rationalisierungsdruck und die Nachfrage nach flexibleren Produktionsprozessen führen dazu, dass beide Kuka-Sparten gute Aussichten auf weiteres Wachstum haben. Gemeinsam mit Kuka wollen wir neue Geschäftsfelder erschließen.

Als Ziel haben Sie eine Beteiligung von 25,1% genannt. Will Grenzebach damit auch auf die Geschäftspolitik von Kuka Einfluss nehmen?

Minning: Der Besitz einer Sperrminorität von 25,1% gewährt uns ein Mitspracherecht in wichtigen Fragen. Dass wir – als größter Kuka-Aktionär – daran ein Interesse haben, dürfte verständlich sein.

Ist es die Absicht von Grenzebach, die starke Automobil-Abhängigkeit von Kuka zu reduzieren?

Minning: Aus unserer Sicht ist Kuka führend im Automotive-Geschäft und soll es auch bleiben. Darüber hinaus bekennen wir uns zur Sparte Systems mit der Konzentration auf Auto und Aerospace und zur Sparte Robotik mit dem Fokus auf die General Industry und deren Systempartner. Wir sehen Möglichkeiten für gemeinsames Wachstum in beiden Geschäftsbereichen.

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