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Daraus folgt: Wird die Interpolationsmethode von Kurve 1 verwendet, können die vom Bediener vorgegebenen Stützpunkte beziehungsweise die darauf basierende Bewegungskurve mit einer deutlich kleineren Antriebsleistung realisiert werden. Beim Querwellenantrieb hingegen ist die erforderliche Antriebsleistung um rund 30% geringer, wenn man die Kurve 2 verwendet.
Antriebskonzepte unterscheiden sich beim rotatorischen Trägheitsmoment
Die beiden betrachteten Antriebskonzepte unterscheiden sich hinsichtlich des rotatorischen Trägheitsmoments. Die translatorischen Trägheitskräfte der Antriebe, die von der Stößel- und Pleuelgeometrie abhängen, sind bei beiden Antrieben identisch.
Dies führt zu einem unterschiedlichen Verhältnis hinsichtlich der für ein Antriebskonzept charakteristischen Aufteilung der rotatorischen und translatorischen Trägheitskräfte. Die Ergebnisse der Simulation zeigen allerdings auch, dass je nach Verteilung dieser Trägheitsmassen unterschiedliche Stößel-Weg-Zeit-Verläufe erforderlich sind, um die Antriebsleistung zu reduzieren.
Stößel-Weg-Zeit-Verlauf von Servopressen lässt sich weiter optimieren
Das gesamte Potenzial einer Optimierung des Stößel-Weg-Zeit-Verlaufs von Servopressen hinsichtlich der Anforderungen an Motor, Umrichter und Energiespeicher wurde im Rahmen der aufgezeigten Untersuchung bei Weitem nicht erschlossen, sondern nur exemplarisch an zwei Beispielen dargestellt. Am IFUM sind daher weitere Untersuchungen geplant.
* Prof. Dr.-Ing. Bernd-Arno Behrens ist Leiter des Instituts für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) der Universität Hannover, Dr.-Ing. Richard Krimm ist Abteilungsleiter Umformmaschinen und Christian Wager ist Mitarbeiter der Abteilung Umformmaschinen am IFUM in 30823 Garbsen
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