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„GN“ steht dabei für „Ganter-Norm“. Mit diesem Kürzel beginnt jede Artikelbezeichnung im Normteilkatalog der Firma. Das war schon bei der Erstauflage vor 100 Jahren der Fall. Fünf Jahre später wurde das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) gegründet.
Anders als allgemein angenommen ist es nicht die „Mutter“ aller Standardisierungen. Bei der Standardisierung von Bedienelementen wie Griffen, Handrädern und Knöpfen nahm Ganter eher die Arbeit auf. Heute ist das Portfolio im Normteilkatalog unter den Oberbegriffen „Normelemente zum Bedienen und Spannen“ sowie „Vorrichtungs- und Maschinenelemente“ aufgeführt. Es umfasst insgesamt 18 Produktgruppen.
Anpassung über Konfigurationen senkt Konstruktionsaufwand
Was die Konfigurierbarkeit standardisierter Bauelemente anbelangt, ist der prämierte Drehspannriegel ein gutes Beispiel für die Vielfalt an Möglichkeiten. Bei diesem Produkt gibt es sieben Konfigurationen zur Betätigung und 22 verschiedene Riegelabstände. Ziel bei Normelementen ist es, eine hohe Anpassungsfähigkeit über Konfigurationen zu erreichen.
Das setzt in der Konstruktion sehr leistungsfähige PDM-Systeme voraus, um Artikelzeichnungen auf Basis von Excel-Datentabellen erstellen zu können. Dazu kommt, dass die Zeichnungen sowohl in 2D- als auch in 3D-Darstellung in allen gängigen Datenformaten sowohl von einer DVD als auch aus dem Internet heruntergeladen werden können.
Die Kunden fügen die Artikelzeichnungen direkt in Ihre Konstruktion ein. Das macht die Anwendung von Normelementen noch effizienter. So ist es nicht verwunderlich, dass der Artikelbedarf weiter steigt. Viele Anwender fertigen diese Teile immer weniger, weil es Spezialisten wie Ganter gibt, deren Fertigung kostengünstiger ist. Seit der Herausgabe der 15. Ausgabe des Normteilkatalogs Anfang 2012 ist das Sortiment von Ganter um rund 150 Artikel gewachsen.
Normteile werden nur selten aus dem Katalog genommen
Dass ein Teil vom Markt genommen wird, kommt dagegen selten vor. Der Normteilhersteller sieht darin ein Indiz für die Nachhaltigkeit der Entwicklungen. Wird eine Position herausgenommen, komme prompt eine entsprechende Kundenanfrage.
In der Fertigung reagiert man auf die Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten mit Flexibilität. Nicht jeder Artikel wird selbst gefertigt. So ist Ganter mit dem italienischen Normteilhersteller Elesa eine strategische Partnerschaft eingegangen. Der Fokus liegt beim deutschen Partner im Metall- und beim italienischen Partner im Kunststoffbereich. Beim Vertrieb wurde gemeinsam ein weltweites Netzwerk aufgebaut. Zudem greift Ganter bei der Prozess- und Portfoliokomplettierung auf regionale Spezialisten zurück: beim Metallgießen und Galvanisieren sowie bei der Fertigung bestimmter Artikelfamilien wie Dämpfungselemente und Haltemagnete, die zu den jüngsten Katalogergänzungen gehören.
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