Anbieter zum Thema
Marktimpulse lassen das Angebot an Artikeln weiter steigen
Dem steigenden Artikelangebot kann der Normteilkatalog nicht folgen. Er wächst ständig, im Durchschnitt kommen etwa 50 Normanforderungen hinzu. Anregungen kommen vom Markt: vom Fachhandel und von Endkunden.
So liefert die Mechatronik Impulse. Sie hat beispielsweise zur Aufnahme von Rohr- und Bügelgriffen mit elektronischer Schaltfunktion in den Normteilkatalog geführt. Die Elektronik übernimmt dabei Aufgaben wie Not-Aus- und Freigabeschaltung, Zurücksetzung von Funktionen und Statusanzeige via LED. Die Griffe eignen sich zum Entriegeln von Sicherheitsschlössern, die zur Gewährleistung des erforderlichen Betriebszustands verriegelt sein müssen (Bild 3).
Erster Schritt bei Anfragen nach Kundenteilen ist eine Machbarkeitsprüfung. Im Fokus steht die Konfigurierbarkeit vorhandener Normelemente, um den Konstruktions- und Fertigungsaufwand niedrig zu halten. Auf diesem Weg wurde eine Vielzahl von Artikeln nachträglich standardisiert.
Katalog muss nicht alle Kenngrößen der Bauelemente enthalten
Das lässt sich beispielsweise anhand der verstellbaren Klemmhebel zeigen. Erst mit Längen von 45 und 63 mm im Katalog vermerkt, werden sie inzwischen mit 30 bis 108 mm und Gewinden von M3 bis M12 ausgewiesen, in unterschiedlichen Formen und Farben. Bei dieser Artikelgruppe umfasst der Katalog heute 500 bis 600 Konfigurationen (Bild 4). Eine Maßgabe hat sich dabei nie verändert: Alle Artikel werden von mehr als einem Kunden gebraucht. Jeder Artikel wird laut Ganter dabei zum Neuteil.
Dazu muss der Katalog nicht unbedingt alle Kenngrößen enthalten. So ist es beim Abstandsmaß von Rohrgriffen und Griffleisten teilweise sinnvoller, dem Kunden lediglich Orientierungshilfen zu geben. Den endgültigen Abstand zwischen den Montagebohrungen legt der Kunde selber fest, indem er das Rohr ablängt und die Montagefüße wieder an die Rohrenden montiert oder eine beliebige Anzahl an Schrauben entlang des Griffs in den geriffelten Schraubspalt der Griffleiste dreht. Ausschlaggebend für diese Flexibilität sind die vielen unterschiedlichen Anforderungen der Kunden, für die eine Sonderfertigung aufgrund zu kleiner Stückzahlen zu teuer wäre (Bild 5).
(ID:34988630)