Stickstofferzeugung

Mittels Druckluftanlage eigenen Stickstoff günstig produzieren

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Drucklastwechselverfahren ermöglicht Regeneration der Stickstoff erzeugenden Molekularsiebe

Über die Steuerung des Masterkanals lassen sich bis zu zwei weitere Kanäle zentral regeln. Standardmäßig sind die Boge-Stickstoffgeneratoren mit einer Basissteuerung ausgestattet, die zwei Messwerte im Display darstellen kann: beispielsweise die erzeugte Stickstoffreinheit und Stickstoffmenge. Optional kann eine Mikroprozessor- oder Touchscreen-Steuerung ergänzt werden, mittels derer sich weitere Messwerte darstellen lassen.

Die Boge-Generatoren nutzen zur Stickstofferzeugung das Drucklastwechsel-Verfahren (Pressure Swing Adsorption – PSA). Dabei durchströmt gereinigte Druckluft einen mit einem Kohlenstoff-Molekularsieb (CMS) gefüllten Behälter, wobei die Sauerstoffmoleküle der Luft während der Durchströmung adsorbiert werden. Dieser Adsorptionsprozess setzt sich so lange fort, bis das CMS mit Sauerstoffmolekülen gesättigt ist. Anschließend erfolgt ein Wechsel auf den anderen Behälter, der gesättigte Behälter regeneriert sich und das Regenerationsgas wird an die Atmosphäre abgeschieden. Dieser Prozess findet in jedem einzelnen Modul statt. Anschließend wird der so gewonnene Stickstoff in einen Systembehälter gespeist.

Stickstoffgeneratoren nahezu wartungsfrei konstruiert

Da bei den Boge-Stickstoffgeneratoren lediglich die Ventile von Zeit zu Zeit überprüft werden müssen, sind die Anlagen nahezu wartungsfrei und es entstehen keine Zusatzkosten: In Abhängigkeit von der Qualität der eingehenden Druckluft ist das CMS bis zu 15 Jahre haltbar. Zusätzlich gibt es auch eine Abhängigkeit von den tatsächlichen Betriebsstunden des Generators. Der Hersteller fordert gemäß ISO 8573 eine Luftqualität nach Klasse 1:4:1 und zusätzlich einen Aktivkohleadsorber. Dieser filtert Öldämpfe und Aerosole aus der Druckluft und ist zwingend erforderlich: Das CMS könnte neben den Sauerstoffmolekülen auch noch Öl aufnehmen. Die Ölanteile ziehen bis in den Kern des CMS und lassen sich nicht mehr ausspülen. Die Stickstoffreinheit wäre dann nicht mehr garantiert.

Bei einem Austausch des CMS würde man die einzelnen Aluminiumbänke tauschen. Der Kunde bekommt die Bänke auf Bestellung und kann über das Stecksystem einen Austausch durchführen. Die verunreinigten Bänke schickt er zurück zum Hersteller, dort werden sie aufbereitet.

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