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Stickstofferzeugung

Mittels Druckluftanlage eigenen Stickstoff günstig produzieren

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Stickstoff wird in zahlreichen Branchen benötigt. Die Anwender haben dabei die Wahl, ob sie ihn anliefern lassen oder selbst produzieren wollen. Für die zweite Option hat ein Druckluftanlagen-Hersteller eine neue Reihe von Stickstoffgeneratoren auf den Markt gebracht, was einige Vorteile bringt.

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Bild 1: Die modular aufgebauten Stickstoffgeneratoren ermöglichen die Anpassung der Produktion an den eigenen Bedarf.
Bild 1: Die modular aufgebauten Stickstoffgeneratoren ermöglichen die Anpassung der Produktion an den eigenen Bedarf.
(Bild: Boge)

Stickstoff dient unter anderem zur Erhöhung der Haltbarkeit von Lebensmitteln, als Brand- und Explosionsschutz, beispielsweise in der Öl- und Gasindustrie, oder zum Laserschneiden. Wenn sich Unternehmen für einen externen Bezug entscheiden, erfolgt die Stickstofflieferung abhängig von der benötigten Menge gasförmig in Flaschen und Bündeln oder flüssig in Dewars oder Tanks.

Für Anwender, die lieber auf eine eigene Stickstoffproduktion setzen, hat der Druckluftspezialist Boge eine neue Produktreihe von Stickstoffgeneratoren auf den Markt gebracht. Auf Basis der neuen Generatoren ist das Unternehmen in der Lage, ein Komplettsystem zur Stickstofferzeugung anzubieten, das eine bedarfsgerechte, zuverlässige und vor allem unabhängige Versorgung garantiert.

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Stickstofferzeugung erlaubt genaue Anpassung an eigenen Bedarf

Dabei bietet die eigene Stickstoffversorgung eine ganze Reihe von Vorteilen: Die Anwender erhalten genau den Reinheitsgrad, die Leistung und die Liefermengen an Stickstoff, die sie für ihre eigenen Prozesse benötigen, und dieses je nach Anwendung günstiger als bei der Versorgung durch einen externen Gaslieferanten.

Grundsätzlich ist laut Boge eine eigene Erzeugung von Stickstoff bei einem kontinuierlichen, produktionsbedingten Bedarf sinnvoll. Geht man von einem Verbrauch von mindestens einer Flasche pro Tag (1,5 Nm³/h × 8 h = 12 Nm³) aus, kommt der Anwender auf einen Bedarf von 22 bis 24 Flaschen oder zwei Bündeln pro Monat. Das wäre bereits eine Produktsmenge, die sich bei Eigenproduktion von N2 als wirtschaftlicher erweisen kann. Je niedriger der tatsächliche Reinheitsbedarf des Kunden ist, je wirtschaftlicher ist es, Stickstoff selber zu produzieren. Flüssiggaslieferanten hingegen liefern nach Auskunft des Druckluftspezialisten stets mit einer Reinheit von 99,999 % und besser, unabhängig vom Bedarf des Kunden. Zudem schafft die Eigenproduktion Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit. Durch den Wegfall von Flüssiggastanks auf dem Betriebsgelände sparen Unternehmen nicht nur Platz, sondern auch beachtliche Kosten ein, denn die Gaslagerung ist mit hohen Sicherheitsauflagen verbunden: Behälter mit flüssigem Stickstoff dürfen nicht innerhalb von Räumen beziehungsweise Hallen aufgestellt werden. Zusätzlich benötigt man für den stehenden Behälter ein Fundament und einen Sicherheitszaun. Es gibt sogar Regionen, in denen ein Flüssiggasbehälter nicht ohne ein geeignetes Auffangsystem aufgestellt werden darf, denn der flüssige Stickstoff könnte ins Erdreich eindringen.

Selbst erzeugter Stickstoff lässt sich in Standardbehältern speichern

Selbst produzierter Stickstoff hingegen wird gasförmig gespeichert, wofür laut Boge Standardbehälter benutzbar sind. Dieser Behälter kann in den Kompressorraum oder auch in die Produktion gestellt werden. Natürlich kann eine Undichtigkeit an dem Behälter dazu führen, dass gasförmiger Stickstoff in die Umgebungsatmosphäre entweicht. Dieser würde sich aber sofort mit der Umgebungsluft vermischen und schnell einen Ausgleich erreichen. Der Anwender hat zusätzlich die Möglichkeit, den Raum mit einem Raumluftsensor zu überwachen.

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