Flexibel bleiben! Mobilitätswende – Nur wer sich bewegt, bleibt nicht stehen!

Von Dr. rer. nat. Thomas Dr. Isenburg Dr. Thomas Isenburg 4 min Lesedauer

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Der Automobilmarkt verändert sich durch den Trend zur E-Mobilität. Das bekommt auch der Sektor der Bauteilreinigung zu spüren. Doch man kann sich erfolgreich mit verändern ...

Die Automobilindustrie wandelt sich. Viele Motorbauteile fallen wegen der Mobilitätswende weg. Doch MTM hat Wege gefunden, wie man als Reinigungsspezialist den Umwälzugen begegnen kann. Die Reinigungen von Batteriewannen etwa ist ein neues Feld für die Zukunft ...(Bild:  MTM)
Die Automobilindustrie wandelt sich. Viele Motorbauteile fallen wegen der Mobilitätswende weg. Doch MTM hat Wege gefunden, wie man als Reinigungsspezialist den Umwälzugen begegnen kann. Die Reinigungen von Batteriewannen etwa ist ein neues Feld für die Zukunft ...
(Bild: MTM)

Der Markt für Anlagenhersteller im Bereich der Teilereinigung ist in Bewegung geraten. Das klassische Geschäft rund um den Verbrennungsmotor ist rückläufig. Bisher wurden häufig spanend bearbeitete Fahrzeugkomponenten wie Zylinderköpfe, Kurbelwellen, Kurbelgehäuse, Getriebe und Kupplungen von Bearbeitungsflüssigkeiten und Spänen befreit. Unternehmen, die sich auf die Herstellung dieser Fahrzeugkomponenten spezialisiert haben, kämpfen um ihre Existenz. Es gibt Insolvenzen. Werner Meißner, Gründer der Meißner Technik Müllenbach GmbH (MTM) aus Marienheide, sagt: „Der Markt für Produktionsanlagen in diesem Bereich der spanenden Fertigung ist auf 15 bis 20 Prozent des ursprünglichen Volumens geschrumpft. Fast alles ist weg.“ MTM ist ein mittelständisches Familienunternehmen aus dem Oberbergischen in NRW, das international aufgestellt ist und Teilereinigungstechnik auch für die Automobilindustrie produziert. Ein Markenzeichen des Unternehmens sind patentgeschützte Innovationen.

Der richtige Umgang mit Aluminiumoberflächen

Dennoch blickt Meißner verhalten optimistisch in die Zukunft. Das Geschäftsfeld hat sich halt verändert. Die Rolle des Verbrennungsmotors wird vom Elektroantrieb übernommen. Die typischen Teile aus dem Verbrennerbereich gibt es vielleicht bald nicht mehr. Dafür kommt die Batterietechnik. Und Batterien haben viel Masse. Deshalb ist der Leichtbau das Gebot der Stunde, um das Grundfahrzeuggewicht zu reduzieren. Häufig wird zum Beispiel Aluminium anstelle des klassischen Stahlblechs verwendet. Aluminiumoberflächen überziehen sich aber bekanntlich schnell mit einer Aluminiumoxidschicht. Meißner: „Wenn man das Aluminium eine Woche durch Europa transportiert, bekommt es sofort eine Oxidschicht. Verbindungen durch Kleben sind dann schwierig.“ Denn die Oxidschicht verhindert, dass sich Aluminiummaterial und der Kleber miteinander verbinden. Abhilfe kann eine Titanbeschichtung schaffen. Dazu muss das Bauteil einen Tauchprozess in einer speziellen Elektrolytlösung durchlaufen. Dafür ist es sehr wichtig, die Verschleppung zu reduzieren. Diese patentierte Technik gehört deswegen zum Lieferspektrum von MTM. Das Unternehmen realisiert bereits einige der Aufträge und Hersteller von Elektroautos wurden bereits beliefert. Meißner: „Die Batteriewannen müssen auch in großen Stückzahlen an verschiedenen Orten in Europa produziert werden können.“

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Reinigung wichtiger Komponenten für Elektrolyseure

Inzwischen hat Golo Meißner, Sohn des Gründers, bei MTM die operativen Geschäfte übernommen. Er setzt jetzt auch auf ein Hochlaufen der Wasserstoffwirtschaft in Europa. Sein Vater und er entwickeln deshalb die Anlagentechnik dazu. Er kommentiert: „Der Green Deal kann nur gelingen, wenn Wasserstoff günstig hergestellt wird. Unser neues, wasserbasiertes Verfahren nutzt überhitzen Wasserdampf, um die höchste Sauberkeit zu gewährleisten, ohne die empfindlichen Komponenten zu beschädigen.“ Die von MTM entwickelte Anlage reinigt dabei hauchdünne Metallfolien, wie sie in Zukunft massenhaft in Elektrolyseuren in Form von Stacks verbaut und gebraucht werden, ohne dass eine aufwändige Handhabung in Körben nötig ist. Dies reduziert das Risiko von Beschädigungen und ermöglicht, dass die Folien die Anlage trocken verlassen und sofort verpackungsbereit sind.

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