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Modulares Sicherheitssystem als flexible softwarebasierte Lösung

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Hoher Standardisierungsgrad macht komplexe Produktion möglich

Die Komplexität der Produktion behalten die Amberger Werksmitarbeiter durch den hohen Grad der Standardisierung unter Kontrolle. Ein Beispiel für die übersichtliche, flexible und leistungsfähige Umsetzung der Automatisierung ist unter anderem die Sicherheitstechnik. Um in der Gestaltung der Sicherheitsfunktionen möglichst frei und flexibel agieren zu können, setzen die Verantwortlichen deshalb auf das Modulare Sicherheitssystem (MSS) anstelle von Sicherheitsschaltgeräten mit fest vorgegebener Funktion.

Der Aufbau dieser Geräte mit der Bezeichnung Sirius 3RK3 ist modular. Das bedeutet: An ein Basisgerät lassen sich bis maximal neun – sowohl fehlersichere als auch nicht fehlersichere – Erweiterungsgeräte mit Ein- und Ausgängen anreihen (Bild 2). Ergänzend gibt es ein Erweiterungsmodul für die Standardkommunikation über Profibus DP. Jedes Modul in der Schützproduktion besitzt standardmäßig ein MSS, das über die Buskommunikation im zyklischen Datenaustausch mit der Steuerung verbunden ist.

Einfacher Systemaufbau ermöglicht einfache Handhabung

Der einfache Aufbau und die flexible Skalierbarkeit der softwaregesteuerten Sicherheitsgeräte geben den notwendigen Spielraum, einen standardisierten Aufbau zu wählen. Dennoch konnten individuelle Anforderungen – insbesondere an die Sicherheit – ohne großen Aufwand erfüllt werden. Für den Anschluss vieler elektrischer Antriebe gibt es in manchen Zellen zusätzliche Geräte von der Familie Sirius 3TK2830. Sie dienen der Kontakterweiterung und nehmen den Sicherheitslevel des zugeordneten Sicherheitsauswertegeräts – in diesem Fall des MSS – an. Daran lassen sich zum Beispiel frequenzgeregelte Antriebe ohne großen Aufwand anschließen.

Die sicherheitstechnische Überwachung dieser Zusatzgeräte 3TK2830 übernimmt dann das MSS über eine hardwaremäßige Verdrahtung, die auf einen entsprechenden Eingang führt. Dadurch wird die Sicherheitslösung beim Anschluss vieler Aktoren kostengünstiger. Sie erweist sich vor dem Hintergrund möglicher Störeinflüsse innerhalb des Netzes auch für die Frequenzumrichter als ideal.

Damit ist das MSS die zielgerichtete Lösung, um die Sicherheitstechnik mit in die Automatisierung zu integrieren, ohne dass sie Teil der Steuerungsebene ist. Ein wichtiger Vorteil dabei ist, dass die softwaregesteuerten Geräte nicht programmiert werden müssen, sondern parametriert werden. Dazu ist kein spezifisches steuerungstechnisches Know-how notwendig. Sicherheitsexperten, die bis dato hardwareverdrahtete Lösungen projektiert haben, lernen, damit sehr schnell umzugehen.

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