Minitec Montageanlagen für immer dünnere Photovoltaik-Module

Redakteur: Stéphane Itasse

Weltweit wetteifern Techniker, um die Effizienz von Solaranlagen zu erhöhen und die Kosten zu drücken. Ein Ansatz hierfür ist die Verringerung der Schichtstärke der Solarzellen. Die extrem dünnen Scheiben stellen allerdings hohe Anforderungen an Anlagenhersteller und Betreiber. Der Maschinenbauer Minitec hat es geschafft, die Montagequalität bei kürzeren Taktzeiten zu optimieren.

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Obwohl Sonnenenergie unbegrenzt kostenlos verfügbar ist, stellt der Bau und wirtschaftliche Betrieb von Solaranlagen die Betreiber vor große Herausforderungen. Rund 90% aller Photovoltaikanlagen produzieren ihren Strom mit monokristallinen oder polykristallinen Siliziumzellen, die bereits einen Wirkungsgrad von fast 20% erreichen, wie Minitec berichtet.

Dünnschicht-Module für Solarzellen noch teuer

Alternativen sind Dünnschicht-Module, bei denen eine dünne Halbleiterschicht auf ein Trägermaterial aufgedampft wird oder organische Solarzellen. Diese Techniken befinden sich allerdings noch im Entwicklungsstadium oder haben eine deutlich geringere Leistungsfähigkeit. Um den Vorteil des hohen Wirkungsgrades zu erhalten, werden große Anstrengungen unternommen um die Kosten für Module mit kristallinen Solarzellen zu senken.

Ein Ansatz zur Kostenreduzierung ist die Verringerung der Schichtstärke der Solarzellen. Die Scheiben mit einer Stärke von 160 µm stellen jedoch hohe Anforderungen an das Prozess-Know-how der Anlagenhersteller und Betreiber. Die Bruchrate der Zellen in der Montage ist ein wesentliches Qualitäts- und Kostenkriterium bei ständig kürzeren Taktzeiten.

Die Montageanlagen von Minitec basieren auf einem Baukastensystem. Der modulare Aufbau dieses Systems mit gleichem Rastermaß und gleicher Nutform machen Anlagenerweiterungen oder Änderungen ohne großen Aufwand möglich.

Montageanlagen für Solarzellen lassen sich bereits beim Aufbau testen

Jede Baugruppe der Solarzellen-Montageanlage ist als autarker Funktionsbaustein konzipiert. Die Bausteine sind grundsätzlich mit fehlersicheren Peripheriebaugruppen ausgestattet, die den Test aller Funktionen eines Anlagenteils bereits bei der Montage ermöglichen.

Im ersten Produktionsschritt werden die Zellen im Stringer mit Lötbändern zu einem Zellenstring verbunden. Diese Strings, die aus zehn bis zwölf Zellen bestehen, werden von dem so genannten Lay-up der Montageanlage übernommen und exakt auf der Glasplatte, die mit einer EVA-Folie belegt ist, positioniert.

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