Langes Roboterleben

Motorradhersteller freut sich über wiederaufbereitete ABB-Roboter

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Roboterüberholung schont wertvolle Ressourcen

Das Prinzip der Nachhaltigkeit nimmt, wie bereits erwähnt, im Werk des Motorradherstellers sowie innerhalb des gesamten Unternehmens einen zentralen Stellenwert ein. Der sparsame Umgang mit kostbaren Ressourcen wie Wasser, Energie und Werkstoffen hat für die Motorradproduktion inmitten der Bundeshauptstadt also einen großen Stellenwert. Modernste Produktionstechnik – zum Beispiel der Einsatz von Wasserbasislacken, setzen dabei hohe Standards. Vor diesem Hintergrund sollte auch der Roboteraustausch den gleichen hohen Nachhaltigkeitszielen entsprechen. Und das gelingt durch den Einsatz identischer, wiederaufbereiteter Einheiten leicht, heißt es. Dabei geht man in einer Art Ringtausch vor. Die Roboter, die im Reparatur- und Grundüberholungszentrum von ABB Robotics in Friedberg wiederaufbereitet wurden, hat ABB im Vorfeld für ihren Kunden mithilfe von Robotstudio eingerichtet, konfiguriert und programmiert. Dabei hat man die neuste Softwareversion Robotware 6 installiert und die Roboter mit neuer Steuerungstechnik ausgestattet. Im Zuge dieser Wartungsarbeiten entschlackte und harmonisierte ABB auch die Konfigurationsdateien und Parameterbibliotheken. Durch die umfassende Vorbereitung reduzierte ABB die Ausfallszeiten im Vergleich zu einer Installation eines neuen Systems um circa 40 Prozent. Das Software-Update mache die Roboter zukunftssicher und habe den Vorteil, dass sich die Roboter zukünftig mit den neusten ABB-Applikatoren wie Sprühköpfen beziehungsweise Rotationszerstäubern ausstatten lassen, falls diese zu einem späteren Zeitpunkt benötigt werden sollten.

In kürzester Zeit wieder aktions- und zukunftsfähig

Um gegen Überraschungen gewappnet zu sein, hat ein Team aus ABB-Service-Technikern den Neustart mit den ausgetauschten Robotern begleitet. Die Spezialisten hätten dann bei Bedarf jederzeit sofort eingreifen können, was aber nicht notwendig war. So war die Down-Time der Produktion auf nur drei Wochen beschränkt. Diesen nachhaltigen Ansatz der Kreislaufwirtschaft führt ABB im Werk des Motorradherstellers jetzt fort und ersetzt den Lackierroboter vom Typ IRB 5400 im zukunftsträchtigen Ringtauschverfahren. Wenn die Lackierlinie in einigen Jahren geschlossen werde, ließen sich die Roboter weiter als Austauschgeräte für eine andere Lackierlinie einsetzen.

Wiederaufbereitete Roboter sparen eine Menge Emissionen ein

In der Regel können 60 bis 80 Prozent eines Roboters wiederverwendet werden, während der Rest an zertifizierte Recyclingpartner geschickt wird. So erhalten beispielsweise fast alle ABB-Roboter, die in der Automobilindustrie eingesetzt werden, ein zweites Leben. Und bis zu einem Fünftel der Roboter klappt das sogar ein drittes Mal. Das spart außer Kosten auch natürliche Ressourcen und Energie für deren Herstellung. So erzeugt die Wiederaufbereitung eines Roboters rund 75 Prozent weniger CO2 als die Herstellung eines neuen Roboters. Bevor ein Roboter als ABB-zertifizierter überholter Roboter gekennzeichnet wird, durchläuft er strengen Prüfungen, einschließlich einer detaillierten Inspektion und eines Funktionstests. Die wiederaufbereiteten ABB-Roboter und -Ersatzteile werden mit einer Mindestgarantie von 12 Monaten ausgeliefert.

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