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Energieeinsparung

Nachhaltig investieren? Diese Förderungen unterstützen Sie

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Bundesweiter Wettbewerb für Energieeffizienz

Neben den Bafa-Förderungen gibt es noch eine Bandbreite weiterer Zuschüsse für Industrieunternehmen, die in Nachhaltigkeit und Energieeffizienz investieren. Ein Beispiel ist der „Wettbewerb Energieeffizienz“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Hier kommen nur die Vorhaben mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis zum Zug. Pro Jahr werden mehrmals Entscheidungen anhand der sogenannten Fördereffizienz getroffen. Diese setzt die beantragte Summe ins Verhältnis zur erwarteten CO2-Einsparung. Je höher die Einsparung oder je geringer der beantragte Zuschuss, desto höher die Chance, zu den unterstützten Projekten zu gehören. Die Antragsteller legen ihre Quote also selbst fest und beeinflussen ihre Chancen.

Bezuschusst werden etwa Prozess- und Verfahrensumstellungen auf effiziente Technologien, die energetische Optimierung von industriellen Anlagen und Prozessen, Maßnahmen zur Steigerung der Strom- oder Wärmeeffizienz und die Verstromung von Abwärme. Nächster Stichtag ist der 31. März 2020.

Am Praxisbeispiel: Ein Metall-verarbeitendes Unternehmen will seine alten Induktionserwärmungsanlagen durch neue ersetzen. Dadurch würden etwa 7900 MWh Strom und 880 t CO2 pro Jahr eingespart. Dem Investitionsvolumen von 1,3 Mio. Euro steht eine jährliche Einsparung von 120.000 Euro entgegen. Damit läge die Amortisationszeit ohne Fördermittel bei knapp 11 Jahren. Für eine hohe Fördereffizienz beantragt das Unternehmen eine Unterstützung von etwa 400.000 Euro, was einer Förderquote von 30 % entspricht – mit Erfolg.

Drei goldene Regeln für die Beantragung von Förderungen

Um Zuschüsse optimal auszunutzen, empfiehlt es sich, folgende Ratschläge zu befolgen:

  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die Förderprogramme! Nur so lässt sich vermeiden, dass Mittel ungenutzt bleiben. Stellen Sie den Antrag zudem immer vor Auftragsvergabe. Eine nachträgliche Bezuschussung ist grundsätzlich nicht möglich.
  • Arbeiten Sie mit Beratern zusammen! Sie können erklären, welche Programme sich für Sie eignen und welche Sie eventuell sogar kombinieren sollten. Dazu kommt: In vielen Fällen müssen sie von Bafa-akkreditierten Beratern erstellte Einsparkonzepte vorlegen.
  • Rechnen Sie damit, in Vorleistung gehen zu müssen! Oft darf investiert werden, ohne den Zuwendungsbescheid abzuwarten. Das dauert meist vier bis acht Wochen. Der Zuschuss selbst wird jedoch in jedem Fall erst im Nachgang ausgezahlt. In einem Verwendungsnachweis müssen Sie belegen, welche Kosten angefallen sind, dass die Anlage antragsgemäß in Betrieb ist und dass keine anderen öffentlichen Mittel in Anspruch genommen wurden.

Sind alle Unterlagen von der Förderstelle geprüft, wird der Zuschuss überwiesen. Inzwischen haben Sie erste Erfahrungen mit der neuen Anlage gesammelt und vielleicht schon Ideen, wie Sie bald noch effizienter produzieren können.

* Katharina Karner ist Consultant bei der ECG Energie Consulting GmbH in 77694 Kehl-Goldscheuer, Tel. (0 78 54) 98 75-0, info@ecg-kehl.de, www.energie-consulting.com

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