Innovations-Show

Nachlese! Das war die EMO Hannover 2023

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Offener Datenaustausch und nachhaltige Fertigung

Ein weiterer Schwerpunkt ist Connectivity. Dabei gehe es vor allem um die Offenheit beim Datenaustausch – beispielsweise auf der Basis von OPC UA. Darauf basiert auch die Companion Specification OPC UA for Machine Tools unter dem Dach von Umati. Der Abruf großer Datenmengen aus der digitalen Steuerung ohne Beeinträchtigung des Prozesses ist dabei vorrangig. Die Verfügbarkeit transparenter Prozessdaten bildet nicht zuletzt die Grundlage für die Überwachung von Prozessen und ein darauf aufbauendes Qualitätsmanagement.

Und für rund 68 Prozent der Besucher steht die Future of Sustainability in Production hoch im Kurs. Bei bei den ausländischen Besuchern sogar mit einem Anteil von rund 75 Prozent. Der Hauptaspekt dabei heißt Effizienz. Und der so genannte Product Carbon Footprint beispielsweise weist den CO2-Ausstoß bei der Produktion aus. Er liefert den Anwendern detaillierte Informationen dazu, welche indirekten Emissionen die eingesetzten Werkzeuge in ihrer CO2-Bilanz konkret leisten. Ein anderes Beispiel ist der Spindelaufbau von Maschinen, der auf Energieeffizienz und nicht in erster Linie auf maximale Leistung ausgelegt ist, wie es weiter heißt. Und auch Kühlschmierstoffe schließlich könnten durch Überwachung und Filterung länger genutzt werden.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 39 Bildern

Dr. Hubert Ermer, Geschäftsführer Produkte und Märkte, Dr. Johannes Heidenhain GmbH, Deutschland, bringt es auf den Punkt: „Die Themen Digitalisierung und Automatisierung schreiten in hohem Tempo weiter voran. Dabei gilt es prozesssicher zu fertigen. Das erhöht die Produktivität und gleichzeitig kann der Carbon Footprint reduziert werden.“ Die EMO hat offensichtlich die richtige Plattform dargestellt, um speziell auch die konkreten Herausforderungen der Transformationsprozesse in der Fertigung zu diskutieren und dabei die Anwender intensiv zu begleiten, führt Ermer weiter aus.

Viele Erstbesucher und -aussteller auf der EMO Hannover

Über 50 Prozent der Gäste besuchten die EMO nach eigenen Angaben zum ersten Mal. Das treffe sich mit dem Ziel der Aussteller, ihr Neukundengeschäft zu forcieren. Dr.-Ing. Karten Röttger, CEO bei der Ecoroll AG aus Deutschland, dazu: „Viele sind erstmals auf uns aufmerksam geworden. Sie hatten also die Möglichkeiten der mechanischen Oberflächenveredelung noch nicht auf dem Schirm. Das hat sich geändert.“

Rund ein Fünftel der Aussteller waren zum ersten Mal dabei. Stellvertretend äußert sich Jörg Rommelfanger, Leiter Robotics-Division ABB, Deutschland: „Die EMO bot die ideale Plattform, um erstmals unsere neuesten Möglichkeiten für die Branche zu präsentieren. Darunter eine Maschinenbeschickungszelle, die speziell für die schnelle und automatisierte Entnahme von zufällig angeordneten Werkstücken konzipiert ist.“

Die EMO gilt als die ideale Messe für Entscheider

Bei der EMO Hannover ist es wichtig, dabei zu sein, Flagge zu zeigen und Kompetenz zu beweisen, heißt es weiter. Und es würden so nicht zuletzt Geschäfte gemacht. Die EMO ist deshalb eine Messe für Führungskräfte und Entscheider aus dem Maschinenbau, der Automobil- und Zulieferindustrie, der Metallverarbeitung, der Feinmechanik, der Optik, sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie, um nur einige zu nennen. Knapp 60 Prozent der Besucher sind deshalb Führungskräfte oder kommen aus dem Top-Management. Knapp die Hälfte hat Entscheidungskompetenz für Einkauf und Beschaffung. Tatsächlich kam auch die Hälfte der Fachbesucher nach eigenen Angaben mit konkreten Investitionsvorhaben nach Hannover. Durchschnittlich planen diese Besucher knapp 3 Millionen Euro zu investieren. Über ein Viertel gab an, bereits auf der Messe Aufträge erteilt zu haben. Davon kann auch Stephan Nell, CEO der United Grinding Group aus der Schweiz berichten: „Die Anzahl Leads ist aktuell auf dem Niveau von 2019. Auch wurden direkt auf dem Messestand einige Maschinenverträge unterschrieben.“ Ein weiteres Viertel beabsichtigt laut Umfrage, nach der Messe Aufträge zu vergeben. Die EMO Hannover 2023 hat also bewiesen, dass die Messe wieder am Ball ist. Die nächste Runde startet dann 2025 vom 22. bis 27. September, wie man abschließend erfährt.

(ID:49720679)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung