ISO 50001 Neue Anbieter drängen auf den Markt für Energiemanagement

Redakteur: Stéphane Itasse

Bei steigenden Energiepreisen weist das Energiemanagement den Weg aus der Kostenfalle: Wer seinen Bedarf genau misst und den Verbrauchern zuordnet, hat die Möglichkeit, die benötigte Strommenge zu senken und damit Geld zu sparen. Unternehmen unterschiedlicher Herkunft unterstützen die Industrie dabei.

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(Bild: Siemens)

Es wird keine Energiewende ohne Energiemanagement geben“, ist Rada Rodriguez, Zone Manager Germany von Schneider Electric, überzeugt. Chancen für den Elektrokonzern sieht die Deutschlandchefin dabei sowohl in der effizienten Nutzung von Energie als auch in neuen Dienstleistungsangeboten.

In diesem Markt kann Schneider sich ihrer Ansicht nach auf eine solide Basis stützen: „Es gibt viel vorhandene Technik; in neuen Lösungen werden intelligente Ergänzungen aus Messtechnik und Managementsoftware hinzukommen, bis hin zur engen Verzahnung von Maschinen- und Anlagenautomatisierung mit dem Energiemanagement.“ An neuen Dienstleistungen kann sich die Managerin einiges vorstellen, entsprechend hoch sind auch die Erwartungen: Bis zum Jahr 2014 will Schneider Electric 11 bis 12 % des weltweiten Umsatzes damit erzielen.

Energiewende macht Deutschland für Schneider Electric zum Pilotmarkt

Pilotmarkt für den französischen Konzern ist Deutschland – die Energiewende macht laut Rodriguez die Bundesrepublik zum internationalen Vorreiter. „Die Trends aus Deutschland werden weltweiten Einfluss haben“, ist sie sich sicher.

Schneider Electric will sich dabei nicht mit unausgereiften Produkten und Konzepten präsentieren. „Wir versuchen, das, was wir auf den Markt bringen, erst bei uns zu testen“, erläutert Rodriguez. Ursprünglich hatte der Elektrokonzern mit seinem Programm Schneider Energy Action das Ziel verfolgt, von 2005 bis 2012 an seinen 160 Standorten die CO2-Emissionen um 10 % zu senken – 15 % sind es schließlich geworden. „Weitere 10 % sollen bis 2014 eingespart werden“, sagt die Deutschlandchefin.

Mittelständler im Fokus für Energiemanagement-Dienstleistungen

Als Zielgruppe sieht Schneider Electric weniger die energieintensiven Unternehmen. „Die sind selbst Spezialisten für Energiemanagement“, sagt Rodriguez. Ihr primäres Kundensegment sind Mittelständler aus Stahlbearbeitung, Lebenmittel- und Getränkeindustrie, Wasser- und Abwasserbranche, Gebäudetechnik, Maschinenbau sowie die etwa 800 kleineren Energieversorger in Deutschland.

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