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Probleme treten also erst bei der Ersatzbeschaffung eines den neuen Effizienzklassen künftig nicht mehr genügenden Elektromotors auf, der dann nicht mehr vom Händler in Umlauf gebracht werden darf. Dass dem auch so sein wird, dafür sorgen schon die jeweiligen Marktaufsichtsbehörden der Länder, die Zuwiderhandlungen mit Bußgeldern von bis zu 50 000 Euro ahnden.
Effizientere Elektromotoren sind ab sofort bestell- und lieferbar
Siemens reagiert bereits auf die neuen Anforderungen. Entwicklungsleiter Fred Hochbrückner: „Wir stellen bereits ab November dieses Jahres bei allen Standardmotoren gemäß aktuellem Katalog auf die IE1- beziehungsweise IE2-Kennzeichnung um und können ab sofort kundenspezifische IE2- und IE3-Motoren anbieten und liefern. Höhere Wirkungsgrade erreichen wir beispielsweise durch neuartige Kupferläufer, die mit Hilfe moderner Fertigungstechnologien, wie Kupferdruckguss für den Läufer, noch nie da gewesene Optimierungen im Aufbau ermöglichen.“
Auch EMZ-Geschäftsführer Engelbert Rataj steht vor der Umstellung der hauseigenen EMK-Motoren: „Mir ist egal, für welche der Alternativen sich die Motorennutzer letztendlich entscheiden. Wichtig ist mir nur, dass sie das Problem erkennen und sich damit befassen, bevor es zu spät ist und ich den gewünschten Motor Mitte 2011 nicht mehr liefern darf.“ Zumindest bei über 200 Kunden und Kooperationspartnern aus ganz Deutschland ist ihm dies anlässlich einer eigens zu diesem Thema initiierten Informationsveranstaltung gelungen.
Dipl.-Ök. Martin Linkemann M. A. ist Wirtschaftsjournalist in 45657 Recklinghausen.
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