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BASF Neuer PUR-Schaumstoff für dünne und leichte Instrumententafeln

| Redakteur: Peter Königsreuther

Der Leichtbau wirkt sich nun noch stärker auf den Autombil-Innenraum aus. Denn die BASF hat mit Elastoflex E ein Polyurethan entwickelt, mit dem sich deutlich leichtere I-Tafeln für Kfz & Co. aufbauen lassen.

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Mit dem PUR-Material Elastoflex E von BASF komme jetzt ein innovativer Schaumstoff auf den Markt, der für dünne und leichte Instrumententafeln im Fahrzeugsektor prädestiniert sei.
Mit dem PUR-Material Elastoflex E von BASF komme jetzt ein innovativer Schaumstoff auf den Markt, der für dünne und leichte Instrumententafeln im Fahrzeugsektor prädestiniert sei.
(Bild: BASF)

Mit den neuen Thin-Light Systemen, heißt es genauer, erweitert die BASF ihr globales Portfolio an PUR-Schäumen für Instrumententafeln, Türen und Armlehnen. Denn Automobilhersteller und Verarbeiter seien stets auf der Suche nach neuen und günstigeren Lösungen, ihre Bauteilvorgaben zu erreichen. Das stellt die Materiallieferanten vor vielseitige Herausforderungen, so die BASF. Vor diesem Hintergrund müssten beispielsweise hochkomplexe Instrumententafeln den aktuellen Anforderungen gerecht werden und gleichzeitig den herrschenden Trends, wie etwa dem autonomen Fahren entsprechen. Nicht nur durch Größe, Design und Sicherheitsanforderungen, sondern auch die Antworten auf die Frage nach dem möglichen Einbau von technischem Equipment ließen die Komplexität des Sicherheitsbauteils I-Tafel ansteigen. Außerdem soll das Armaturenbrett dem Fahrer noch einen größtmöglichen Komfort und eine angenehme Haptik bescheren.

So haften auch unterschiedliche Materialien sicher

Die BASF hat im T-Tafelsektor, wie es weiter heißt, bereits jahrelange Erfahrung. Beim Produktionsprozess, erklärt das Unternehmen, wird zwischen Außenhaut und Träger der Instrumententafel ein Polyurethanschaum eingespritzt, der das Ober- und Trägermaterial miteinander verklebt. Der Schaumstoff schaffe dabei eine sich sanft anfühlende Haptik. Die dafür maßgeschneiderten Systeme überzeugten durch geringe Emissionen und sollen die optimale Haftung zwischen Oberflächen aus unterschiedlichsten Materialien sicherstellen. Sogar PVC-Häute lassen sich problemlos verarbeiten, wie die BASF betont.

Reduziertes Gewicht bei gleichbleibender Haptik

Eine neue Serie an Systemen der Produktgruppe Elastoflex E ermöglicht nun,wie die BASF weite rausführt, eine deutliche Gewichtsreduzierungen bei Schaumdichten um die 120 g/l – und zwar ohne dabei auf die einzigartigen Schaumeigenschaften verzichten zu müssen. Je nach Bauteilgeometrie würden dabei bis zu 30 % Schaumgewicht eingespart. Aufgrund einer sehr robusten und feinen Zellstruktur, bietet dieses Thin-Light System den Einsatz bei Bauteilen mit einem Querschnitt von unter 5 mm. Im Endergebnis bringe das sehr leichte aber auch dünne Instrumententafeln oder Türelemente, die Raum für neue Designoptionen böten. Mit dieser Weiterentwicklung des Portfolios passe sich die BASF den hohen Anforderungen der Branche an und schaffe ein flexibles Angebot für den leichteren Weg in die mobile Zukunft.

PUR-Schaumstoff aus nachhaltiger Produktion

„Mit den neuen PUR-Systemen lässt sich laut Aussage der BASf aber nicht nur Gewicht einsparen: sie erlauben nämlich auch den Einbau von Sensoren oder Kontrollelementen, merkt Marc Martin, Experte für automobile Innenräume im Unternehmensbereich Performance Materials der BASF, dazu an. „Darüber hinaus ist es uns gelungen, die Emissionswerte weiter zu reduzieren und den Einsatz von Lasern bei der Airbag-Schwächung zu vereinfachen“, so Martin.

Mehr „materialisches“ von der BASF:

Im Rahmen dieser neuen Systemgeneration hat die BASF ebenfalls ein Schaumsystem auf Basis nachwachsender Rohstoffe entwickelt. Elastoflex E 3496/102 nutzt Rizinusöl als nachwachsenden Rohstoff und ermöglicht sowohl leichte als auch dünne, komplexe Bauteile mit hoher Haftung auf verschiedensten Deckschichten. Diese erfolgreiche Entwicklung wurde Ende 2017 mit dem SPE Environmental Category Award ausgezeichnet. Gemeinsam mit International Automotive Components (IAC) wurde das Projekt als nachhaltige Innovation prämiert, so die BASF.

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