Schleifen

Neues Maschinenkonzept reduziert die Schleifzeit drastisch

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Die gewählten Linearmotoren sind für Dauerlastbetrieb mit ständigen Beschleunigungswechseln konzipiert und arbeiten verschleißarm. Sie zeichnen sich aus durch sehr hohe Steifigkeit, Dynamik mit Beschleunigungswerten von bis zu 13 m/s² und Verfahrgeschwindigkeiten von bis zu 85 m/min – woraus im Endeffekt kurze Bearbeitungszeiten und die sehr hohe Rundlaufgenauigkeit von unter 5 µm resultieren.

Schleifmaschine erreicht Rundlaufgenauigkeit von 1 bis 2 µm

Im Kreisformtest wurden sogar Werte von 1 bis 2 µm erreicht. Durch die spezielle Bearbeitungstechnik werden Oberflächenqualitäten von Ra < 0,3 µm erreicht.

Bei der Auslegung der Linearmotoren wurde Donautec von der regionalen Fachberatung von Siemens in Stuttgart unterstützt. Die gesamte Koordinatenschleifeinheit wurde nach eigenen Vorstellungen von Donautec durchkonstruiert und ihre Steifigkeit unter Last in einer FEM-Analyse nachgerechnet. Dabei hat sich gezeigt, dass man auf Anhieb ins Schwarze getroffen hat.

Aufgrund der hohen zulässigen Luftspalttoleranzen zwischen Primär- und Sekundärteil wurden keine besonderen Anforderungen an die Montage der Linearmotoren und deren Anschluss an den Wasserkühlkreislauf gestellt. Bei der Inbetriebnahme der Linearmotoren hat man auf die Erfahrung von Siemens gesetzt.

Schleifmaschinen-Antriebssystem zeigt sich flexibel

Dabei hat sich das Antriebssystem sehr flexibel gezeigt: Erst bei der Inbetriebnahme fiel der Entschluss, die beiden Linearmotoren mit einer Master-Slave-Kopplung zu betreiben. Das sehr gute Verhalten in puncto Steifigkeit und Schleppabstand wurde durch die Messergebnisse bestätigt.

In der Y-Achse bewegen vier Servomotoren (1FK7) im Gantryverbund die Schleifspindeleinheit. Die Schleifspindel ist eine nach Kundenanforderung gefertigte Spindel der Siemens-Tochtergesellschaft Weiss Spindeltechnologie GmbH, eine weitere Komponente aus dem umfangreichen Lieferspektrum des Ausrüsters.

Steuerungs- und Antriebstechnik kann aus der Ferne gewartet werden

Linear- und Servomotoren von Siemens waren auch deshalb „gesetzt“, weil das Zusammenspiel mit der seit vielen Jahren bevorzugten CNC Sinumerik 840D und dem dazu gehörenden Antriebssystem grundsätzlich erprobt ist und diesbezüglich von Anfang an eine hohe Systemsicherheit zu erwarten war. Für eine Siemens-Lösung sprachen außerdem die schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Support weltweit und nicht zuletzt die Offenheit der Sinumerik 840D.

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