Recycling Neues Westeria-Technikum nimmt Betrieb auf

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Im Herbst hat das neue Westeria-Technikum im münsterländischen Ostbevern seinen Betrieb aufgenommen. Unweit des Standortes wurde in einer großen Halle auf einer Gesamtfläche von 845 qm eine Recyclinganlage installiert, die Bunker, Förderbänder, Breitverteiler und Windsichter vereint. Die Westeria-Anlage schraubt sich über zwei Ebenen bis an das Hallendach heran und zeigt die innovative Technologiekompetenz der Westeria-Fördertechnik in der Trennung von Materialströmen.

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Der Breitverteiler (Disc Spreader) im neuen Westeria-Technikum nimmt in Bildmitte den geförderten Materialstrom auf.
Der Breitverteiler (Disc Spreader) im neuen Westeria-Technikum nimmt in Bildmitte den geförderten Materialstrom auf.
(Bild: Westeria)

Wer die Anlage als Besucher über Laufwege und -treppen erschließt, kann die Wirkungsweise an allen entscheidenden Funktionspunkten erleben. Die Vorführungen des Systems der Trennung von Materialströmen erfolgen mit Testmaterialien aus sogenannten Big-Packs, die die zu trennenden Stoffe von Interessenten und Kunden enthalten.

Nach Ablauf des Anlagenprozesses werden die Resultate für den individuellen Einsatzfall analysiert und bewertet. Dies gilt für verschiedene Abfallfraktionen von Hausmüll bis Gewerbeabfall. Auch können Holz, Kompost, Glas, Schrott und Abfallschlacke in Stücken von 30-400 mm verarbeitet werden. Die Testläufe starten mit einer Beschickung über den Aufgabebunker, von dem aus ein Kettengurtförderer den Materialstrom fortlaufend über eingebaute Stufen (Tumbel Back Funktion) in den Breitverteiler (Disc Spreader) befördert.

Trennung in drei Fraktionen gleichzeitig

Über die in leichtem Winkel zueinander stehenden, nach innen abgesenkten Scheiben, wird das Material von einem 500-mm-Strom über Rotation und Fliehkraft auf die Arbeitsbreite von 3000 mm gebracht. Durch diese Verteilung, die zudem gleichmäßig ohne Häufung erfolgt, sind beste Voraussetzungen zur Aufnahme in den Windsichter gegeben, um dort hohe Effizienz zu erzielen. Mit dem neuesten Stand der Technologie des Sichtens durch Wind (Luftstrom) wird die Trennung in bis zu drei Fraktionen gleichzeitig vollzogen.

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