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Nachhaltigkeit bei PET Neues Ziel: 50 % rPET in Einwegflaschen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die RAL Gütegemeinschaft erhöht die Nachhaltigkeit von Einweg-PET-Flaschen per 50-%-Recycling-PET-Vorgabe in Neuware ab 2022. So soll sich der Wertstoffkreislauf noch besser schließen.

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Irina Bremerstein, Geschäftsführerin der RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Getränkeverpackungen, ist sicher: „Wir setzen jetzt ein klares Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit. Mit einem hohen Anteil an Recyclingmaterial wird die Ökobilanz von PET-Verpackungen noch vorteilhafter ausfallen.“
Irina Bremerstein, Geschäftsführerin der RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Getränkeverpackungen, ist sicher: „Wir setzen jetzt ein klares Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit. Mit einem hohen Anteil an Recyclingmaterial wird die Ökobilanz von PET-Verpackungen noch vorteilhafter ausfallen.“
(Bild: RAL Gütegemeinschaft)

Der Einsatz von Recyclingmaterial in PET-Einwegflaschen soll sich in den kommenden Jahren signifikant erhöhen. Das hat die RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Getränkeverpackungen e.V. einstimmig beschlossen, heißt es jetzt. Bis 2022 sollen danach PET-Getränkeverpackungen mit dem RAL-Gütezeichen zu durchschnittlich 50 % aus wiederverwertetem rPET-Material bestehen. Mit diesem Schritt will die Organisation den Wertstoffkreislauf dichter schließen und die Nachhaltigkeit der Getränkeverpackungen steigern. Die Mindestrezyklatquote von 25 % zur Erlangung des Gütezeichens bleibe aber weiterhin bestehen.

Die RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Getränkeverpackungen bekennt sich mit dem Beschluss zum Leitbild der Kreislaufwirtschaft für Kunststoffverpackungen, wie Irina Bremerstein, Geschäftsführerin der RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Getränkeverpackungen, betont: „Wir setzen ein klares Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit. Mit einem hohen Anteil an Recyclingmaterial wird die Ökobilanz von PET-Verpackungen noch vorteilhafter ausfallen.“

Alle Beteiligten stimmen der 50-%-rPET-Quote einhellig zu

Nachdem das Gewicht und der Materialeinsatz bei PET-Einwegflaschen in den vergangenen Jahren stetig gesunken sei, sehe die Gütegemeinschaft in der Erhöhung des Recyclinganteils in PET-Flaschen den Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung. Vor diesem Hintergrund hat sie das Ziel formuliert, dass alle Flaschen, die über das RAL-Gütezeichen verfügen, bis 2022 durchschnittlich zur Hälfte aus recyceltem PET (rPET) bestehen sollen. Die Mitglieder der Gütegemeinschaft, darunter Preformhersteller, Getränkehersteller und Recyclingexperten, sprachen sich laut Aussage der RAL Gütergemeinschaft einstimmig für die Umsetzung des Vorhabens aus.

Mit der Zielvorgabe treibt die Organisation die bereits laufende Entwicklung weiter an, wie Bremerstein sagt: „Der Trend geht eindeutig zur Erhöhung des Rezyklatanteils. Bereits heute gibt es Beispiele für PET-Einwegflaschen am Markt, die zu 50 % oder sogar noch mehr aus rPET bestehen.“ Unbenommen davon, bleibe die Mindestrezyklatquote von 25 % bestehen: PET-Flaschen, die nach den RAL-Prüfbestimmungen zertifiziert werden wollen, müssen schon heute zu mindestens einem Viertel aus recyceltem PET-Material bestehen.

Die meisten Altflaschen aus PET werden zu Textilien und Folien

Laut der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung liegt der Rezyklatanteil in PET-Einwegflaschen in Deutschland aktuell bei durchschnittlich gut 26 %. Ein Großteil des gebrauchten Flaschenmaterials geht aktuell noch am Flasche-zu-Flasche-Kreislauf vorbei und wird unter anderem in der Textilfaser- und Folienindustrie eingesetzt.

Der Beschluss soll den Ausbau nachhaltiger Prozesse entlang der gesamten PET-Prozesskette weiter beschleunigen. „Das RAL-Gütezeichen soll in Zukunft noch mehr für eine nachhaltige Getränkeverpackung stehen. Wir empfehlen schon heute den erhöhten Einsatz von Recyclingmaterial, um das eigene Portfolio zukunftsfähig aufzustellen.“

Mit der Zielvorgabe kommt die RAL-Gütegemeinschaft den Forderungen des deutschen Verpackungsgesetzes, das am 1. Januar 2019 in Kraft tritt, nach. Dieses verfolgt das Ziel, das Recycling von Getränkeverpackungen in geschlossenen Kreisläufen zu fördern.

Nähere Infos unter: Wertstoff PET

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